Band 
Dreyzehnter Band.
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§o6 Reisen und Entdeckungen

Bescbreib voll wilder Kühe, Pferde und Dannböcke. An der Nordseite, und um die Mitte des Ost.vo.Ncuspa ftes ist einer kleinen sandigm Insel, von den Engländern das Eyland Zerles genannt, gegen-nirn. über noch ein kleiner Wirk, und hängt er mit der Languna Termma zusammen. An sel-

'---' ner Westseitewird eben dieser See, durch ein Manglegeholze von einem andern mit ihm

aleicklaufenden See, der westliche genannt, getrennet. Dieser letztere hat ungefähr ebendie Größe als jener, hängt auch an seiner Nordseite vermittelst emer Durchfahrt, welchefür Barken tief genug ist, mit ihm zusammen: an ferner Sudse-te aber findet man einenWiek, dessen Mündung eine englische Meile in die Breite hat, und der sich in zween Ab-theilet^ darinnen man alle Jahre zehn Monate lang süßes Wasser antrifft. Nicht weitdavon, wo diese Arm-sich trennen, steht nicht nur eure Menge ^bholz, sondern aucharokc Eichen, und die einzigen, welche Damprer nach seinem Berichte, zwischen den Wen-dekreisen sah Drey englische Meilen weit von dem östlichen Arme giebt es eine sehr fetteSavanne, welche gewöhnlicher Weise einen Ueberfluß von Rindviehe hat, und damit dieFarbholzhauer in diesen Wiek locket.

Alle bisher erwähnte, es sey nun am Meere oder an den nur erwähnten Seen gele-gene Gegenden sind mit Manglebäumen bewachsen, und das ganze Jahr sumpfigt r allein,weiter hin ist der Boden trocken, fest, und wird sonst nie als zur Regenzeit überschwemmet.Er besteht aus gelbem derben Thone mit etwas schwarzer Erde überdecket. Eö wachsenzwar mancherley, aber weder hohe noch dicke Baume, darauf; doch kommen die zum Fär-ben dienliche, oder das sogenannte Campecheholz noch am besten fort, gleichwie man siedenn in fetterm Boden gar nicht antrifft. Sie gleichen unserm Weißdorne ziemlich, nursind sie, überhaupt zu reden, dicker. Die jungen Aeste haben eine weiße glatte Rrnde, nebsteinigen auf beyden Seiten heraus stehenden Dornen. Der Stamm hingegen, und die al-ten Aeste sind schwärzliche, und haben zwar eine rauhe Rinde, aber fast gar keine Dornen.Die Blätter sind klein, und gleichen dem Weißdornlaube. Ihr Farbe ist blaßgrün. ZumAbhauen wählet man die alten Bäume mit der schwarzen Rinde, weil sie wenig Splint ha-ben, auch leichter zu fällen und zu spalten sind. Der Splint ist weiß, der Kern aber roth.Diesen letztem gebrauchet man zum Färben. Der Splint wird weggehauen und gleichfallsnach Europa geführet. Er wird einige Zeit nach dem Abhauen schwarz, und machet dasWasser, darein man ihn leget, zu einer Dinte, damit man recht gut schreiben kann. Esgiebt dergleichen Bäume von fünf bis sechs Schuhen im Umkreise, und fällt es sehr schwer,solche Scheite, die einem Manne nicht zu schwer sind, daraus zu machen, gleichwie mansie denn eben deswegen mit Pulver sprenget. Das Holz ist ungemein schwer, brennet aberleicht, giebt eine helle Flamme, wärmet sehr, und hält lange Feuer. Die Flibustiers här-ten ihre Flintenkäufe mit diesem Feuer, wenn sie einigen Fehler im Eisen merken. Dam-pier glaubet, das wahre Campecheholz wachse sonst nirgend, als in Yucatan. Die haupt-sächlichsten Gegenden, da es wächst, sind die von ihm beschriebenen, das Vorgebirge Co-toche, und der südliche Strich an der Hondurasbay.

Im

/) Das beste Hülfsmittel ist in den Wald zu Fichtenbaume einigermaßen gleicht. Seine Fruchtgehen, und das Wasser , das man sodann in den wächst an den Hökern, Knoten und Knorren desBlättern eines gewissen Baume« findet, zu trinken. Baumes heraus, und ist in Blätter eingehüllet,Dampier nennet ihn die wilde Fichte, weil er dem welche bi« zwölf Zoll lang sind, auch so dicht und

steif