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Dreyzehnter Band.
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509
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rn America. V Buch. X Cap. 509

Stadt sie eigentlich zu verstehen sey. Ein großer Theil des Landes wird von dem Flusse Besthrnb.Nassas bewässert.

Die Landschaft Cinasla ist die allernordlichste in ganz Neuspanr'en. Weil sie an das >—^--

kalifornische Meer stößt, so gränzet sie auch an Neumexico, hat aber eben wegen die- Die lvser Entfernung sehr wenige spanische Einwohner, ungeachtet übrigens die Luft sehr gesund Cmaola.ist, auch die Fruchtbarkeit des Bodens an Obste, Gemüse und Baumwolle sehr gerühmekwird. Doch giebt es zwo spanische Städte, Sr. Z?ag<- und Gc. Philipps genannt, davonman aber nicht viel mehr als die Namen weis.

Culiacan, die fünfte Landschaft, ist eben so wenig bekannt, als die vorige. Doch giebt Die Vman ihr einige Silbergruben, und zwo Städte, nämlich die Hauptstadt Culiacan und St. Culiacan.Miguel. Weil sie ebenfalls an das kalifornische oder Purpurmeer gränzet: so findet man,was ihre Küsten betrifft, einige umständliche Nachricht in der Reise des Dampiers, Cooks,

Rogers und anderer englischen Freybeuter, welche zu verschiedener Zeit dahin kamen.

Nun scheinen zwar die Aussichten und Entfernungen der Oerter in den Nachrichten desEduard Cooks ä) sehr getreulich gesammlet zu seyn: allein, es bringen nichts destowenigeralle diese Anmerkungen der Landbeschreibung meistentheils wenig Vortheil. Denn erstlichfehlet ihnen allemal die Ordnung, und überdiefes fällt es ungemein schwer, sie mit einan-der zu vergleichen, indem jedwede Nation die Namen der Oerkcr nach ihrer Muttersprachedrehet und verändert, dadurch aber sie unkenntlich machet.

Die sechste Landschaft liegt an eben dem nur erwähnten Meere, und hat beynahe kei- Die VIne andere, als indianische Einwohner. Gleichwohl haben die Spanier zwo Städte, St. Wametlan.Sebastian, welches die vornehmste ist, und Aguacera, im Lande. Sie wurden alle beyde,weil die Fruchtbarkeit des Bodens, das dasige Wachs und Honig, absonderlich aber dieSilbergruben, sehr gerühmet wurden, im Jahre 1554 angeleget. Die Inseln Chamerly,welche, wie es scheint, ihre Benennung von der Landschaft herholen, sind indes DampiersNachrichten beschrieben worden.

Die letzte Landschaft hat ihren alten Namen Talisco beybehalten. Sie stößt zum Die VII

Theile an das Südmeer. Die Hauptstadt Compsstella L^lueva wurde im Jahre izzi von Xalifto-Nugnez Guöman, welcher einen Theil von diesem Lande eroberte, angeleget. Man setzetsie unter den ein und zwanzigsten Grad Norderbreite, und zweyhundert und siebenzigstenGrad fünfzehn Minuten Länge. Ehemals war ein Bischof da, nachgehends aber verlegteman, wegen der schlimmen Luft, seinen Sitz nach Guadalajara, welches etwa dreyßig Meilenweit davon liegt. Talijco, und puristcarisn sind zwo andere Städte dieser Landschaft.

Nach Dampiers Berichte - ), liegt das Vorgebirge Corrienres unter dem zwanzigstenGrad ein und zwanzig Minuten Norderbreite in dieser Landschaft. Hier kamen gemeiniglichdie Freybeuter zusammen, wenn sie aus dem Südmeere nach Ostindien gehen wollten. DasLand um dieses Vorgebirge ist ziemlich hoch, und mit weißen Felsen eingefasset. Inwen-dig ist es voll unfruchtbarer Berge, die einen widerwärtigen Anblick machen. Noch eineandere und mit derKüste gleich laufende Gebirgreihe endiget sich an der Westseite mit einemangenehmen Abschüsse; auf der Ostseite hingegen behalt sie ihre Höhe, und endiget sich miteinem steilen Felsen. Dieser spaltet sich oben in dren kleine spitzige Gipfel, und weil die Ge-stalt derselbigen einigermaßen einer Krone gleicht, so haben ihnen die Spanier den Namen

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