§10 Reisen und Entdeckungen
- Coronada beygelegt. Die Höhe des Vorgebirges ist zwar nur mittelmäßig, auch sein' Gipfel platt und eben: es wird aber dennoch durch viele steile Klippen, die bis in die See> fortgehen, kenntlich. Zwo Meilen weit vom Vorgebirge, zwischen ihm und der zehnMeilen davon gelegenen Spitze pentique findet man eine tiefe, und zu einer Landung be-queme Sandbay. An ihren Rücken stößt ein großes drey Meilen langes ThalValderas,oder Val d Iris genannt. Es fließt aus selbigem ein ziemlicher Fluß, in welchen eineSchaluppe ungehindert einlaufen kann, in die Bay, doch gewinnet sein Wasser in der tro-ckenen Zeit, welche den Hornung, März, und einen Theil des Aprils in sich begreift, ei-nen Salzgeschmack. Das Thal hat die fruchtbarsten mit Gehölze untermischten Wiesen-gründe, darinnen eine solche Menge Guaven, Pommeranzen und Limonien wachsen, alsob die Natur willens gewesen wäre, einen Garten aus diesem Orte zu machen. Die Wie-sen sind mit Rindviehs angefüllet, ohne daß man das geringste Haus zu Gesichte bekäme.
Ob das Seedorf Massarlan, und die Stadt Rosaris zuChiametlan oder zu Taliscogehöre? das ist ungewiß. Nur angeführter Schriftsteller sehet die letztere auf zwey undzwanzig Grad fünfzig Minuten. Inwendig im Lande steht nach seinem Berichte in Nord-nordost ein Berg, dessen Gestalt einem Zuckerhute gleicht, und in Westen dieses Bergessieht man noch einen, von länglichter Gestalt, den die Spanier Cabo del Cavallopennen.
Östlich von Rosario fand er den Fluß St.Pago, an dessen Mündung 'ein guter An-kergrund auf sieben Faden Wasser vorhanden ist. Drey Meilen weiter gegen Westnord-west steht ein weißer Fels LTlaxcmelba genannt, an der Küste, inwendig im Lande aber inSüdost, der hohe Berg Aelisco ü ), der in der Mitte eine sattelähnliche Vertiefung'zeiget.Der Fluß St. Pago gehöret unter die ansehnlichsten an dieser Küste, und liegt unter zweyund zwanzig Grad fünfzehn Minuten. Man findet sogar währender Ebbe noch zehn FußWasser auf seinem Riffe. An der Mündung ist er wenigstens eine halbe englische Meilebreit, weiter oben aber giebt ihm die Vereinigung mit einigen andern Flüssen eine nochgrößere Breite. Sein Wasser ist zwar etwas salzig: doch darf man nur auch selbst bei-der Mündung einige Schuhe tief graben, so findet man süßes Wasser. Vier Meilen weitvon der Küste liegt die spanische Stadt Sc. pecaque auf einer Ebene, und an einem Wal-de. Sie ist zwar nicht sonderlich groß, aber vollkommen regelmäßig angelegt. Die Ein-wohner nähren sich meistens vom Ackerbaue, mit Ausnahme einiger Fuhrleute, welche vonden compostellischen Kaufleuten zum Dienste der Bergwerke gebraucht werden- Man rech-net von St. Pecaque bis nach Compostell ein und zwanzig Meilen, und bis an die Berg-werke ungefähr sechs. Das Silber aus dieser Landschaft, ja das neuspanische überhaupt,wird für feiner, als das peruvianische, gehalten. Die Fuhrleute aus St. Pecaque führen eszum Feinmachen nach Compostell; auch liefern sie den Leibeigenen, welche die Bergwerke be-arbeiten, ihr gewisses an Mais, davon das Land einen Ueberfluß hak. Nebst dem Maishat es auch Zucker, Salz, und eingesalzene Fische.
An das andere Ende dieser Landschaft, oder doch in diejenige Gegend der Meochoa-canischen, welche ebenfalls an das Südmeer stößt, muß man den Feuerberg der spanischenStadt Colima setzen, davon uns eben dieser Reisende folgende Beschreibung mitgetheilet/).„Wir sahen den Feuerberg Colima. Er ist ungemein hoch, und liegt unter achtzehn Grad
„sechs
K) Ist, gleichwie man wohl vermuthen sollte, Zelisto ein bloßer Schreibefehler an statt Xalisco: st
gehören