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Reisen und Entdeckungen
Beschreib, lung und der Geschicklichkeit ihrer Künstler, sehr reich. An allen zum menschlichen leben«onNeospa- erforderlichen Bequemlichkeiten fehlet es ihr eben so wenig. Es haben sich vielerley Orden
_, da niedergelassen, doch gebühret den Dominicanern sowohl wegen ihres Reichthumes, als
wegen der Schönheit ihres Klosters, unstreitig der erste Rang. Sie besitzen einige Mei-len weit von der Stadt zwo Zuckerbauereyen, welche fast das ganze Land mit Zucker ver-sorgen. Bey jedweder werden beynahe zweyhundert Schwarze, nebst einer großen AnzahlIndianer zur Arbeit gebrauchet. Nebst dem ziehen sie eine große Menge Maulesel undvortreffliche Pferde. Hatte Chiapa dos Judos eins gemäßigtere Witterung: so wäre sieeine der angenehmsten Städte in ganz Neuspanien. Allein, die Hitze ist bey Tage uner-träglich. Der Abend ist die einzige bequeme Zeit der Einwohner. Sie bringen dieselbi-ge entweder mit beliebigen Uebungen zu, oder sie gehen in den Lustgängen und Garten,die sie am Ufer ihres Flusses haben, spaziere».
Land dei Zo- Der Bezirk des Zoquez, welcher den allerbesten Theil der ganzen Landschaft auSma-qurs. , stößt auf einer Seite an die Landschaft Tabasco, von da die Landeswaaren auf dem
Grijalvaflusse nach Vera Cruz gebracht werden. Auch treibt dieser Bezirk vermittelst desHafens porrroyal Handlung mit Mcaran. Allein, die Spanier sind nie vor einemfeindlichen Anfalle sicher, und würde es ihnen schwer fallen , ihn abzutreiben. Gageglaubet, sie hätten es bloß der heißen Witterung ihres Landes zu danken, daß sie bis hie-her immer unangefochten geblieben wären; hierzu komme noch die große Beschwerlichkeitmit den Mücken, vielleicht auch die Tiefe des Grijalvassuffes; alles dieses hat nach seinerMeynung die Engländer und Holländer bisher abgeschrecket, daß sie nicht bis in das Herzdes Landes eingedrungen sind. Schwache Hindernisse! rief er am Ende aus; welche sievon einer so schönen Unternehmung billig nicht hätten abhalten sollen .
Die Dörfer im zoquischen Bezirke sind zwar nicht groß^ aber wegen des starken Sei-denbaues , und weil sie die beste Cochenille in ganz America haben, sehr reich. Es giebt»venige Indianer, die nicht ihren Garten mit einer großen Anzahl Bäume für diese kostbareWaaren angefüllet hätten. Sie verfertigen Teppiche von allerley Farben, die man nachSpanien verführet, und ihrer Schönheit wegen dem besten europäischen Künstler zum Mu-ster vorstellen könnte. Die Einwohner des Zoquez sind sinnreich und dabey sehr gut ge-wachsen. Gegen Tabasco hin ist das Land sehr heiß; hingegen genießt die inwendige Gegendeiner gemäßigtem Luft. Es wächst wenig Weizen, wohl aber Mais im Ueberflusse dar-innen. Auch sieht man hier nicht soviel Vieh, als im chiapischen Bezirke. Wildpret aberund Geflügel ist hier eben so gemein, als in irgend einer andern Gegend von ganz Neu-spanien.
Zeldalischer Hinter dem Bezirke der Zoquez liegt der Bezirk der Zeldales. Er reichet vomDezirk. Nordmeere bis an das chiapische, ja in Nordwesten an einigen Orten, bis an den comicla-nischen Bezirk. Gegen Südwest gränzet er an gewisse Indianer, welche noch nicht unterdem spanischen Joche stehen, sondern die unterthänigen Indianer mit öftern Einfällen pei-nigen. Die vornehmste Stadt der Zoquen heißt (Ococingo, und dienet zu einer Vor-mauer gegen diese Wilden. Die Spanier machen von diesem Lande viel Wesens, weil esnicht nur Cacao, den sie ungemein lieben, sondern auch Achiote, damit man der Chocolatedie Farbe giebt, in großer Menge tragt. Was in Neuspanien Achiote heißt, das heißt
anders-
te) Ebendas. iL Cap.