Band 
Dreyzehnter Band.
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Reisen und Entdeckungen

Beschreib. Die fünfte Landschaft heißt sowohl Honduras als Hibueras, und liegt an der BayvonNenspa- gleiches Namens, die ihr beynahe im Norden, gleichwie sie selbst Guatimala ungefähr in

_, Südosten, Vera Paz in Osten, und Nicaragua in Nordost liegt. Man machetsie wenig-

stens hundert und fünfzig Meilen lang, und achtzig breit: allein, sie hat in VergleichungLandschaft dieser Weicschaft fast gar keine Einwohner, obgleich sehr viel Mais und Vieh. Nach des

Honduras Barrholomäus de las Casas Berichte war sie im 1)02 Jahrs, als Christoph Columbuö

oder Hibue- auf seiner vierten Reise sie zum erstenmale entdeckte, eine der allervolkreichsten Landschaften

ras. ,'n ganz America, und wurde bloß durch die Grausamkeit der Spanier von Einwohnern

entblößt. Correal, ein spanischer Reisender, gesteht selbst, man würde zu seiner Zeit schwer-lich vier hundert wehrhafte Indianer darinnen zusammen gebracht haben >-). Denn eswäre eine unzählige Menge durch Feuer und Schwerdt, durch Arbeit in den Bergwerken,und durch die unerträgliche Leibeigenschaft um das Leben gekommen, die übrigen hätten dieFlucht in die Wälder, und auf unzugängliche Gebirge genommen. Gleichwohl haben dieSpanier in diesem weitläuftigen Lande einige Städte angelegt. Die vornehmsten heißenTruzillo, Valladolid oder Comayaga ein bischöflicher Sitz, und führet dieser Prälatden Titel eines Bischofes von Honduras; ferner Gr. Pedro; puerro de Cavallos;L^aco, und Triomfo de la Cruz. Hierzu setzet Gage noch St. Thomas de Castillo,das er für ein altes verfallenes Schloß ausgiebt, und das indianische Dorf St. Pedro,welche beyde die Handlung zwischen der Landschaft Guatimala, und den Schiffen derHon-durasbay unterhalten helfen.

Correal giebt die Ausmessung von der nurbesagten Bay, und machet den Anfang ander yucatanschen Spitze. Er saget, von dieser Spitze bis an die von Rio grande, wel-che die zweyte ist, sind hundert Meilen, und läßt man zwischen ihnen punta de las L 1 Är-geres , und die Himmelfahrtöbay. Rio graude liegt zwischen sechzehn und siebenzehnGrad Norderbreite. Von punta de Higueras, die am Rücken der Bay liegt, undZucatan von Honduras, darinnen »»bezwungene Indianer wohnen, scheidet, hat mandreyßig Meilen östlich bis an das Vorgebirge de tres Pumas; von hier dreyßig andereMeilen bis puerro de Cavallos oder LTlaco, welches der Name der Stadt ist, die amSolflusse liegt. Gan Pedro liegt nur eine Tagereise weit von LJaco, anf einer mit Ge-birge umschlossenen Ebene. Riod'Allua, HioBaxo, und die Stadt Gracias aDiossind von Sän Pedro nicht weit entfernet. Von puerto Cavallos, bis an den HafenTriomfo de la Cruz sind zwey und dreyßig Meilen. Fünfzig Meilen weit von demletztbesagten Hafen findet man Trurillo, und die Küste streicht erstlich gegen Nordost, bisan das Vorgebirge Honduras, welches eigentlich auf der Seite der gleichbenamten Land-schaft die Einfahrt in diesen Hafen ist. Gleichwohl bleiben von da bis Rio grande unddas Vorgebirge Camaron noch zwanzig Meilen übrig, welche die Küste gegen Ostenstreicht, und zählet Correal seine hundert Meilen zwischen der letztgemeldeten und der yu-catanschen Spitze. Von hier bis an das Vorgebirge Gracias a Dios, das unter vier-zehn Grad Norderbrei.te liegt, sind neun und sechzig Meilen, und hier endiget sich dieHondurasbay, dagegen die Nicaraguabay ihren Anfang nimmt. Nurbesagter Reisendernennet die spanischen Städte in der Ordnung her, wie sie angelegt wurden, nämlich zuerst

Tru-

»-) Franz Correals Reisen a. d. zz u. f. S- «) Es werden diese beyden Landschaften durch

/) Ebendaselbst. /) Gage III Theil 19 Cap. ein Gebirge von einander getrennet, das wafcr