in America. V Buch. X Cap. 551
get er, und hat ihren Namen von sechs Warenhäusern, die etwa drey Meilen von der Ein- Beschreib,fahrt der Bay, und an dem Ufer des Embarcadore Esparsa, liegen. Die Stadt vonNeuspa-
Esparsa liegt auch nur drey Meilen davon, und ist von llVasfern beschrieben wor- si""' _,
den m). „Eben diese Bay heißt bey einigen Landbeschreibern auch ^icoyerbay, weil ihr„LTlicoya im Nordosten liegt, und gehöret sie unter die besten Hafen in der ganzen Welt.
„Zwar ist ihre Einfahrt sehr breit, hingegen beträgt ihre Tiefe wenigstens zwölf Meilen,
„und es liegen viele Inseln von unterschiedlicher Größe darinnen. Der einzige Ostwind,
,,sonst aber gar keiner, vermag den Schiffen zu schaden. An dem Rücken der Bay fin-„det man die Mündungen einiger sehr schönen Flüsse, darauf man bis an die Zuckerpslan-„zereyen, davon das ganze Land voll ist, fahren kann. Man kann sich die Ankerstellen„nach der Länge der Thauen aussuchen, das ist, von zehn Faden und darüber allezeit um„fünf Faden weiter, bis auf hundert. Die besagten sechs Waarenhäuser haben die Ein-wohner zu Carrhago ») ihrer Handlung nach Peru zum Besten gebauet. In eben„dieser Bay findet man auch eine große Bananerie, unter welchem Worte Luffan einen oro-„ßen mit allerley fruchtbaren, absonderlich aber mit Bananasbäumen bepflanzten Platz„versteht, welcher den Schiffen allerley vortreffliche Früchte ohne Unterlaß darbiethet o).
„Nebstdem beschreibt er auch noch einige an dieser Küste gelegene Städte und Dörfer.,,
Ct)u.'ic>m'ca ist ein Städtchen. Es liegt auf einer Ebene, die da und dort von un-terschiedlichen Flüssen durchschnitten wird und in der Ferne den Anblick einiger höchst un-muthigen Wäldchen zeiget. Die Einwohner treiben keine andere Handlung, als mit Talcheund Leder. Der Hafen liegt an einem ziemlich großen Flusse /,). Man hat wohl eine Meileaufwärts bis dahin zu fahren, auch fällt das Einlaufen sonst nirgends, als an einem ein-zigen Orte, möglich. Die Spanier selbst wagen die Einfahrt nicht ohne Baacke. Vondem Hafen hat man noch drey Meilen bis in die Stadt zu gehen: allein, der Weg istaußerordentlich schön. Zwo Meilen vom Flusse findet man ein Jnselchen G. pedkogenannt.
Lussan bestätiget §), es liege Esparsa nur drey Meilen weit vom Meere, und essey der Weg zwar voll kleiner Berge, man erblicke aber doch von selbigen eine sehr schöneGegend. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe, von welcher man alles, was in der Bay vor-geht, wahrnehmen kann. Es schlingt sich ein Flüßchen völlig um sie herum. Auf derSeite gegen Larchago giebt es nicht nur ungemein schöne Ebenen, sondern auch einigeLandstraßen, welche den europäischen an Schönheit nicht das geringste nachgeben. DieStadt G. Lorenzo liegt anderthalb Meilen weit vom Meere, und an einer Spitze oder
einem
allen übrigen in Süden liegt, ins Gesicht bekömmt. »/) Xvaffer nennet sie Esparsa, nach seinerVon der Insel Guicara bis an die Mariatospi- Beschreibung aber muß sie entweder viel weitertze, sind nur noch zehn Meilen übrig. Anhang vom Meere liegen, oder er muß einige Tage langzu wooves Rogers a. d. 14. >5 S. EvuarS am Ufer des Busens herum gezogen seyn.
Looks Reisen II Theil a. d. 264 u. folg. S. ») Entweder der Verfasser, oder der Ueberseher,
r) Geschichte der Freybeuter, in englischer setzet allemal den Namen Larthagena, und ver-Sprache beschrieben durch Vexmclin , und im wirrt die Stadt, davon die Rede ist, mit Lartha»
Zahre >744, zu Trevoux in vier Duodezbanden, go, der Hauptstadt in Costa ricca.französisch aufgelegt. 0) Ebendas. a. d. 96 S.
§) Unter zwölf Grad zwanzig Minuten nord, p) Auf acht Grad sieben und dreyßig Minutenlieh. nördlich.
/) Ebendas- im III Theile a. d. Zo; S- F) Ebendas. a. d. 114 S.