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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. X Cap, 571

in vier Mar'sähren, und einem Glase Wasser bestund. Wer außerordentlichen Muth und Beschreib.Leibeskräfte zeigen wollte, der nahm diese vier Tage über gar nichts zu sich. War nun^nNvuspq,diese verdrießliche Quaalzeit vorbey: so nahm der Ritter Abschied von den Priestern,sehece seine Probeübungen in andern Tempeln fort. Hier nun durste er zwar nicht mehrso viel ausstehen: es dauerte aber doch die völlige Probezeit ein ganzes Jahr, und in dieserlangen Zeit durste er weder nach Hause gehen, noch seine Frau berühren. Gegen das En-de des Jahres suchte er einen glücklichen Tag aus, damit er den Beschluß mit eben soguten Vorbedeutungen, als den Anfang machen möchte. Hatte er nun nach seiner Mey-nung eine gute Wahl getroffen: so machte er sie seinen guten Freunden kund, welche ihndenn mit anbrechendem Tage abhohleten. Man badete und säuberte ihn auf das beste.

Man führete ihn mit großem Frohlocken, unter dem Klänge der Instrumente, in den Tem-pel, da er zuerst gewesen war, nämlich l^s Abgottes, Camarleh. Hier nahmen ihm seineFreunde das grobe Gewand, das er so lange getragen hatte, ab, und zogen ihm ein sehrkostbares an. Sie banden ihm das Haar mit einem rothen Bande, und bekröneten ihnmit den schönsten Federn. Man gab ihm einen Bogen in die linke, und Pfeile in dierechte Hand. Der hohe Priester hielt eine lange Rede, darinnen er seinen Muth heraus-strich , und ihn zur Tugend ermahnete. Absonderlich aber empfohl er ihm die BeschüHungdes Vaterlandes und der Religion. Er hieß ihn beständig daran gedenken, daß seine Nasemit einem Tygerknochen und mit einer Adlersklaue durchbohret worden sey, die Nase, dasist, das erhabenste Gliedmaaß des Menschen, und das allen übrigen vorgeht, und müsse erso lange, als er diese ruhmvollen Narben an sich trage, in allen seinen Thaten die Groß-muth eines Adlers und die Unerschrockenheit des Tygers erzeigen. Zum Beschlusse legteihm der Hohepriester einen andern Namen bey, segnete ihn, und ließ ihn damit von sich.

Von dieser Erzählung schreitet Gomara zu der Beschreibung des Schmauses, wel-cher auf die Einkleidung des neuen Tccmtle folgete. Nachdem er die Speisen, die Ge-schenke , die Lustbarkeiten und das ganze feyerliche Gepränge eines solchen Ehrentages nachder Länge beschrieben hat, so besorget er: man möchte seinem Berichte keinen Glauben bey-meffen und versichert deswegen, es sey alles, was er davon schreibe, die lautere Wahrheit, in-dem er nichts, als was er mit eigenen Augen gesehen habe, berichte. Er meldet ferner, dieTecuitles trügen in denen Löchern, welche ihnen der Priester durch die Nase bohrete, Goldkör-ner, kleine Perlen, Türkisse, Smaragde und andere Edelgesteine, als das Hauptkennzei-chen ihres ritterlichen Standes, nebst dem bänden sie auch, wenn sie zu Felde zögen, dasHaar über dem Kopfe zusammen. Uebrigens hätten sie bey allen Berathschlagungen, eösey nun im Kriege oder in Friedenszeiten den Vorsitz, und dürsten einen Stuhl hinter sich hertragen lassen, und sich, so oft es ihnen beliebete, darauf niedersetzen 2).

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merkte Gemächer im Pallaste angewiesen. Die ersteAbtheilung hieß das Fürstenquartier, die andere dasAdler, die dritte das Löwen - und Tygerquarkier,und endlich die vierte, das Graue, indem die Ritterdieses Ordens sich über den Ohren einen Kranz scho-ren,. und daran kenntlich waren. Die übrigenHofbeamten bewohneten die untern Zimmer unddurste bey Lebensstrafe niemand das seinige verän-

dern. Acosta 6 B. 26 C. Wegen dieser äußerli-chen Pracht des Hofes, fället eben dieser Geschicht-schreiber das Urtheil, die Peruvianer waren zwaran Gold und Silber das allerreichste Volk in ganzAmerica gewesen: allein, die Mexieaner hätten esihnen, so viel die Pracht der Hofhaltung, und dieSchönheit ihrer Palläste betraf, weit zuvor ge-than. *