Band 
Dreyzehnter Band.
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595
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in America. V Buch. x Cap. 595

Aeltern, sondern auch Auffühningsregeln für die Kinder; und wenn die jungen Leute hei- Beftbreib.ratheten, oder ihre Umstände auf andere Weise veränderten: so nahmen sie bey dem Ab- vonNeuspa-schiede aus dem väterlichen Hause allemal eine Abschrift in denen bey der Nation üblichenWortzeichen mit sich H^

Acosta kann es nicht sattsam bewundern, daß ein Volk, welches übrigens in der dicke- Schrift dersten Finsterniß der Unwissenheitund Wildheit lebete,dem ungeachtet den Mangel der Buch- alten Mexica-stabil auf eine so künstliche Weise zu ersetzen wußte. Es gab zu Mexico gewisse Bücher,"^'welche das Angedenken der alten Geschichte, ja auch der Gebräuche, Gesetze und Ceremo-nien fortpflanzeten. Wir haben bereits angeführet, daß die Stadt Amaritlan in derLandschaft Guarimala wegen der Geschicklichkeit ihrer Einwohner in Verfertigung des Pa-pieres und der Pinsel berufen war. Allein, es hatten auch viele andere Städte ihre Bü-cherjale, das ist, Sammlungen von Geschichkbüchern, Calendern, und Beobachtungender Planeten und Thiere. Die Bücher bestunden aus viereckige geschnittenen Baumblat-tern , die man zusammen legte und heftete »). Einige Spanier, denen Acosta den Titeldummer Schulfüchse ertheilet, hielten nach ihrem Unverstände die Bilder und Züge besag-ter Bücher für zauberisches Zeug, und verbrannten alles, was ihnen in die Hände fiel.

Allein, als man bessere Nachricht davon eingezogen hatte, bedauerten vernünftige Leute dieWirkung dieses unzeikigen Eifers gar sehr. Ein gewisser Jesuit, dessen Namen nicht ge-meldet wird, ließ die Aeltesten der besten Städte in der Landschaft Merico zu sich kommen,und die wenigen Bücher, die sie noch hatten, erklären. Sie enthielten nicht nur vieledergleichen Räder, die einen Zeitlauf vorstelleten, und davon wir eines aus dem Carreribeygebracht haben, sondern auch viele andere sehr sinnreich ausgesonnene Bildzeichen, dieer, weil sie alles, was man nur fordern konnte, vorstelleten, bewundern mußte. Dinge, dieeine Gestalt hatten, erschienen in eben derselbigen; hatten sie keine, so wurden sie durchgewisse Züge angedeutet. Dergestalt hatten sie das Jahr, darinnen die Spanier inSLand kamen, auf diese Weise angemerket, daß sie einen Mann mit einem Hute und rothenKleide neben das Zeichen des damals laufenden Rades maleten x). Zwar, da diese Zeichen

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ländischen Abgesandten in Frankreich, NamensHaklupt, und dieser ließ es auf des Walter Ra-leighn Befehl aus dem Spanischen ins Englischeübersehen. Nachgehends vermochte -HeinrichSpelman, der wegen seinerWerke so berühmt ist,den Purchas darzn, daß er die Bilder in Kupferstechen ließ, auf welche Weise sie denn erhaltenworden sind- Thevenor 4 Theil. Es begreiftbesagte Sammlung drey Theile in sich. Der ersteenthält die Geschichte des mexicanischen Reiches;der andere seine Einkünfte, das ist, wie viel jed-wede Stadt und jedes Dorf jährlich erlegen muß-te, und mit was für Reichthümern sie von derNatur begäbet waren; der dritte, die mcxicani-sche Wirthschaftskunst, die Schuldigkeit der Unter-thanen zu Krieges - und FriedenSzeiten, imglei-chen alle sowohl bey dem Gottesdienste als im ge-meinen Leben übliche Gebrauche. Wir bringenhier ein Master von jedwedem Theile bey, und es

bedeuten die mit Buchstaben bezeichneten Bilderfolgendes.

I. Figur- Im Jahre 1417 folgere Lhimalpn-puca II, seinem Vater Hmcrlibmr. Er erober-te durch Gewalt der Waffen L, die StädteTexqmqmac v, und Lhalco L, welche sehrgroß war. Nach einigen Jahren empörekesich O Lhalco, und es kamen bey dem Aufruhrefünf Mexicaner ums Leben I- Die Einwohnerzu Chaleo zerbrachen vier Canote kl. Lhimalpu-puca regierete zehn Jahres, welche vermittelstder Randabkheilungen a, davon jedwede der Be-schaffenheit des Rades gemäß ein Jahr gilt, be-merket sind. In dem mexieani'chen Urbilds wa-ren besagte Abtheilungen blau gemalet.

II. Figur. Schätzung der Städte in der war-men Gegend, welche jährlich zweytausend vierhun-dert Hände voll auserlesene Federn erlegten cvL 8VL?, nämlich blaue, rothe, türkißfärbige und

grüne.