nach der östlichen Küste von Island. 65
die sich nicht leicht wenden können, nicht da einlaufen, wofem sie nicht wenigstens gün- Nerguelenstigen Wind haben.
Sandbsek ist eine Rhede, wo man sich vor den Südwinden in Sicherheit sehet, ^ .wenn man an der Südküsie vor den Hütten der Isländer ankert. Es giebt Felsen in dem Sandboek»nördlichen Theile der Bay. Zwischen diesen beyden Häven liegt eine kleine Insel, Na-mens Burhiek, welche ganz sicher ist. ,
Borgefilord ist eine gute Rhede für kleine Fregatten oder Corvetten. Wenn man Borgestork>in der See ungefähr acht Meilen vom Lande ist, so entdecket man ein Gebirge, welchesdie Gestalt einer Schießscharte hat, und zum Kennzeichen dieses Theiles der Küste dienet;denn es liegt zwischen den beyden obgenannten Bayen.
Lominerfiord ist ein sehr guter Haven für Fregatten. Man muß, wenn man da- Lommnfior).selbst am Fuße der Fischerhütten einlauft, am Steuerborde einen Kabeltau weit vom Landein zehn Faden Wasser Anker werfen. Hinter dieser Bay ist auch ein Gebirge, welchesvon weitem einer Krone ähnlich sieht. ,
Süderstord, eine kleine Rhede für Fischer oder ganz kleine Corvetten. SudcrsiorS.
Meuvesiord, eine kleine Rhede, die den Ostwinden offen ist, welche daselbst völlig Menvefiord.hinein streichen.
Rüderklip ist ohne Widerspruch der beste Haven auf allen isländischen Küsten. Es Nüderkli'p.ist Vorzugsweise eine Rhede; sie ist völlig geschlossen; und es können fünfzig Kriegesschiffeso wohl bequem, als sicher, darinnen ankern. Alle Winde aus Osten sind günstig, daselbst x
ein zu lausen. Man kann in fünf und zwanzig bis dreyzig Faden Wasser auf einemSchlammgrunde durch die ganzeBay ankern: der besteAnkerplatz aber ist im Innersten derBay an der nördlichen Küste; nachdem man um eine Kießspihe hinum oder vor ihr vorbeygefahren ist, welche von weitem roth zu seyn scheint, und da sie in die Bay hinein geht, eineBucht machet, wo die Ankerstelle vortrefflich ist. Man ankert daselbst in fünfzehn bis acht-zehn Faden Wasser auf einem schlammigen Sandgrunde. Man kann teyankern, wenn manein kleines Kabeltau mit einem kleinen Anker an das Land schicket, welchen man in den Sandzu graben oder an Pfählen zu befestigen Sorgejragt. Diese Rhede ist die allerbeste indem ganzen'östlichen Theile und auch in dem ganzen. Umfange der isländischen Küsten.
Aolhom ist eine Bay, welche sehr gute Ankerplätze darbeut: ihre Einfahrt aber Kolhvm.ist schwer. Man muß gegen Süden vor einer Insel, Namens Schorres, vorbey gehen,welche vor der Bay liegt; weil in dem nördlichen Theile eine Untiefe ist, die sich sehr weiterstrecket, und die Fahrt gegen Norden dieser Insel fast unschiffbar machet.
Papeifiord ist eine offene Rhede,- welcher die Insel Paper, die an dem Eingänge Papelsierd.ist, ihren Namen gegeben hat.
Die priesterbay und InIelsebay sind auch noch zwo wenig befahrene Rheden. Pn'esterbay.Die letzte wird daher so genennek, weil sie von den Engländern sehr ist besuchet worden, ^"gcksebay.Auf der Parallele dieser beyden Bayen, sechs bis acht Meilen weit in der See, ist ein sia-cher und großer Felsen, ispalsbok genannt, welcher wie ein Walfischrücken aussieht, Walsbvk.Weil die Fischer mich versichert haben, es gebe abscheuliche Ströme-und schreckliche Stru-del zwischen diesem Felsen und dem Lande, so würde ich geneigt seyn, zu glauben, daß sichunter dem Wasser eine Kette von Klippen befinde, die von dem besagten Felsen an bis andas Land geht; und daß es gefährlich sey, daselbst durch zu fahren, obgleich die Fischervielmals darüber gegangen sind. Könnte man nicht auch glauben, daß die Insel Enkeuysen,Allgem.Reiftdeschr. XXI Band. I die