in die Nordsee. 87
und zwanzig zählen. Sie rechnen nach den Monden. Nach dem Laufe dieses Planeten Lerzuelei,berechnen sie die Zurückkunst der Waljische und anderer Fische an ihre Küste. Tremarec.
Den izten des Brachmonates machete ich mich zur Abfahrt von parrixfiörd fertig, . '7^- ^um nach Norwegen zu gehen. Bey dieser Ueberfahrt erforfcheke ich die Tiefen durch dasSenkbley und machete an den Inseln Schottland und iOrkney die verschiedenen Beob-achtungen , welche ich dem Leser mitgetheilet habe. Ich gieng, an der Südseite der In-sel Fairehill, in den kleinen Trichter, und richtete darauf meinen Lauf nach den norwegi-schen Küsten.
Den isten des Hcumonateö früh erkannte ich das Land. Ich nahm zu Mittage fünf AnnäherungMeilen gegen Norden in gerader Linie von den Felsen oder Inseln, welche man Udsiren «"Norwegen,nennet, die Höhe, und fand, daß diese Inseln auf der Karte im Neptun fünfzehn Minu- Ä»selnttdst-ten zu weit südlich gesetzt sind. Man trifft auf den Ildsuen Lotsen zu Führern durchdie bergischen Gewässer an. Ich werde mich in keine weitere umständliche Nachricht vonder Annäherung an diese Küste einlassen: ich habe davon schon alles gesaget, was zu wissen nöthig ist. Da ich mich um zwey Uhr nach Mittage ungefähr drey Meilen vom Lan-de befand, so kamen norwegische Lotsen zu mir, welche mich lavieren ließen, um dieDurchfahrt Roothholm '-) zu erreichen. Der Wind aber, welcher schwach aus Nor-den blies, legete sich den Abend gänzlich, und wir hatten die ganze Nacht hindurchWindstille.
Den 2ten früh um drey Uhr erhob sich der Wind aus Nordosten schwach mit einemdicken Nebel. Wir laviereten am Lande hin und hielten uns stets eine Meile von derKüste, und um zehn Uhr, da sich das Wetter aufgeklaret hatte, liefen wir in die besa-gte Straße Roothholm ein, wo ich das vorige Jahr durchgegangen war. An Stattdaß wir aber bis nach Ilngeson hätten hineinfahren sollen, wie wir bey unserer ersten HavenReise gethan hatten, legeten wir uns in dem Haven Brandsoom vor Anker, welcher Brandsoom.Ingesdn gegen Westen liegt.
Dieser Ankerplatz ist viel besser, als der zu Ingeson. Er ist viel größer, und dieEinfahrt in denselben viel leichter. Man kennet sie an einer Insel, welche wie eine Paste-te an der Oeffnung des Havens liegt, und sehr sicher ist. Es können daselbst drey Krie-gesschiffe in aller Sicherheit vor Anker liegen; das Meer ist allda stets ruhig, und manempfindet da keinen Wind. Dieser Haven oder dieses Becken ist am Steuerborde, wennman auf der Nordseite von Bommel durchgeht. Man lauft mit allen Winden vonNordwesten bis Osten daselbst ein. Ich habe einen geometrischen Grundriß davon aufge-nommen. Man sehe die XI! Platte. Man wirft einen Anker in fünfzehn bis zwanzigFaden Wasser auf einem Kkesgrunde, und schicket einen kleinen Anker mit einem kleinenKabeltaue von hinken anö Land, dem erstem gegen Süden.
Den zten, da die Winde frisch und mit Regen aus Süden kamen und der Himmelbedeckt war, brach ich um zwey Uhr nach Mittage von Brandsoom auf, um nach Ber-gen hinauf zu gehen. Nachdem wir drey oder vier Meilen zurück geleget hatten, so kam«ine Windstille, und wir waren verbunden, uns durch alle unsere Ruderfahrzeuge buch-sieren zu lassen, damit wir einen Ankerplatz erreichten.
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*) Die Straße Roothholm wird auch Salmenfiord genannt.