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Zusatz zu -er Reise
Lerguelen Dieß ist das Wichtigste von der Geschichte und den Sitten der Grönländer', ich mußTremarec. noch etwas von dem Baue ihrer Fischerfahrzeuge und ihrer Art zu fischen oder zu schiffen !
sagen. Die Jagd und der Fischfang machen alle Beschäffkigung der Grönländer aus.
^ischerey und Sie stschen in den Seen, den Flüssen und Bachen: die vornehmste Fischerey aber geschieht «
Echjfffahrk auf der See, wo sie Walfische, Einhörner, Seehunde und andere Fische fangen, die an E
tzer Grünlau ihren Küsten in Ueberstusse sind. Ihre Angeln waren ehemals von Knochen: heute zu L
der. Tage aber haben sie solche von Eisen, welche ihnen die Dänen bringen. Ihre Netze sind s
aus kleinen dünnen Riemen von Fischbeine gemacht, und sie machen Wurfgarne aus ge- i
strickten Damhirschsehnen. Die Harpune, deren sie sich bedienen, die Walfische zudurchschießen, ist mit einer krummgebogenen Spitze von Knochen oder einem spitzigenSteine verfitzen. Einige haben auch eiserne Harpunen, die sie für Thran oder Schmalzvon den Dänen kaufen. Weil diese armen Leute wenig Holz und Eisen haben, so brauchensie die Vorsicht, eine mit Luft angefüllete Seehundsblase mitten an jede Harpune an zubinden, damir, wenn die Harpune den Fisch nicht trifft, oder sonst losgeht, sie auf dem !
Wasser schwimmen könne, und nicht verloren gehe. Sie binden auch Blasen oder Bäll- i
chen an das Ende der Harpunen, damit sie dadurch verhindern, daß der Fisch, welcher d
getroffen worden, nicht untertauche. Diese List war schon den Fischern im atlantischen !
Meere bekannt; denn Oppian thut derselben im V Buche 177 Verse seines Halieutükons oder Gedichtes von der Fischerey Etwahnung. „Sie werfen gleich,,, saget er, ü
„dem Fische, der sich untertauchet, große von Menschen durch ihren Athem aufgeblasene„und an einen Strick gebundene Säcke nach. „ Die Pfeile, deren sich die Grönländer l
bedienet, sind gleichfalls mit Knochen oder spitzigen Steinen bewehret; und sie üben sich j
von ihrer zartesten Kindheit an, mit dem Bogen zu schießen. Die Einwohner der neuenInsel, wo der Herr von BoriIainville neulich in dem Südmeere angelandet ist, bedie-nen sich, da sie kein Eisen haben, ebenfalls der Knochen, ihre Pfeile damit zu versehen,der Muschelschalen, Messer daraus zu machen, und der scharfen schneidenden Steine,
Bäume zu fällen. Diese Beyspiele beweisen, daß die Noth die Mutter der Geschicklich-kcit, und diese Geschicklichkeit überall einerley ist. §
Die Kähne oder Fahrzeuge, in welchen die Grönländer auf den Fischfang «
gehen, sind von etlichen hölzernen Stangen gemacht, die durch Queerhölzer z
verbunden sind, welche von einer Weite zur andern mit dünnen Fischbeinfäden fest 1
angemacht sind. Sie sind mit Sechundefellen versehen, gefüttert oder bekleidet,welche mit Sehnen an Statt der Fäden genehet sind, und die Nähte sindgut mit Fette verschmieret, damit das Wasser nicht eindringe. Diese Kähne sindvon verschiedener Größe. Es giebt einige darunter, die auf zwanzig Personen, Gewehr ,
und Geräthe, und eine gute Menge Fische oder Walfischspeck tragen können. Diese Käh-ne haben ein Segel, welches von aufgeschlitzten, getrockneten, und an einander genehe-ten Walfischdärmen gemacht ist. Die Geschichtschreiber berichten uns, daß diese Art zu » s
sschiffen allen Völkern, die man entdecket hat, gemein gewesen. Scheffer führet viele I z
Beweise davon in seinem Werke t/e rm/üm E-a/i uetK-mn an. Man kann auch das ! ,
,-eFr'm» DmrünM und die Schriftsteller, welche Herr Hase in seiner Ab« i
Handlung cie anführet, zu Rathe ziehen. Ich habe gesagek, die Grön-
länder hatten weder Künste noch Wissenschaften. In der That können sie nur bis auf ein
und