I. N. J.
den geneigten Weser.
Aß in der Welt/nach Erfindung der Buch-druckerey/ kein Mangel an Büchern von allerleyJnnhalt sey/ ist bekandt/ und wird von gelehr-ten Leuten über nichts mehr / als über den soschädlichen Mißbrauch dieser edlen Kunst Klagegeführet/ indem durch deren Behülff soviel Scar-tequm in der Welt ausgestreuet/ die Leute dardurch so sehr detro«gen/ und um das Geld gebracht werden/ daß sich heut zu Tageein Gelehrter fast vor nichts so sehr vorzusehen hat/ als vor demBücher-Kaufferr; wer nur ein wenig Notitiam Librorum studiret/und in Bibliothecken gewesen ist / der wird wahrgenommen ha-ben/ wie alle Paritäten/Wissenschafften/ Künste und Discipli-nen mit Büchern in allen Sprachen/ von allerhand Methoden/und allen Formaten überhäufst / daß eö zwar einem nicht sauerwird / Bücher anzutreffen/ wohl aber bey einer so grossen Men-ge am allerschwchresten fället / eine geschickte Wahl zu treffen/damit man die quintam Essentiam, so zu sagen / heraus ziehen mö-ge. Jedoch bey allen diesen Überflüssen findetsich gleichwol manch-mal ein Mangel an einem besondern Buch / welches von vielensehr eiferig gewünschet/ aber entweder gar nicht / oder doch sehrseltsam angetroffen wird. Von denen Politicis in Teutschland istbey einem Jahrhundert her das Jus Publicum , am allermeisten
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