VomMktmyd. 2«
'*N | --- - -
N’ schwöre» und Eyden ist hie verbonen / das der Mensch von ihm selber thut»
^ wannS aber die^ebe.Gcboct/Nochund Nutz deßNechsterl/oderZottesEhr er-
M forderet/so ist es wslgcchan. > Und der Apostel JacobuS sagt: Meine Brü,der/ schwörernicht/ weder bey dem Himmel / noch bey der Eiden/ noch mir Ui*
W*: nem andern Eyd/nemlich leichtfertig und fälschlich, c-5. Weil nun der Mt'.,
neyd so hoch vcrbotten/ soll sich billich ein jeder davor hüten. e.
II. Weil es ein hocb.gefäHrlrct) Lasier isi. Einen rechten Eydjuleü Hochy»-?>•'$ fien/ist ein hohes/heiliges r DagegcnelliMeincydoderfalfcherEyd / istein'^lich.
hochgefährliches Werck / darüber einem wol alle Haar zu Berg stehen sollen/
«iL wann er den Ernst und Gefahrdabey rechthinrerdenckt: Sintemal ein Christrote, darinnen die ganre H. Dreyfalligkeit öffentlich zum Zeugen anrufft / daß ertikb Warlich/ Treulich / und ohn alle Gefährde / das ist / ohn allen Betrug undOch Falschhell/das wolle aussagen/ waSlhmwiffend/ oder daß er das wolle thun/chr was man ihm ßürhalt/fo gewiß und wahr als GOtt im Himmel sey/ der ihm/
M so er die Warheit redt und bekennt/gnadig seyn/und helffen wolle an Seel und
Leib/zerrlich und ewig: Gölte ers aber falsch/ berrüglich/ umrenlich/ und amrr js- derst in seinem Hertzen meinen/alö er mit Worten bekennt/ so wolle ihm GOtt
pc; nimmermehr helffen / sondern ihn an Gert und Leib straffen/ und dre verübte
M Falschheit an ihm rächen zeitlich und ewig. Istdasnichtgrosse Gefahr/ daM ein Mcinaldiger sich der Göttlichen Gnad und Hülffverzeucht l und so vielsagen will j So ich heu« falsch schwöre / so wolle von mm an und tu Ewig,kell/ diezantzt H. Dreyfalligkeit von mir weichen/ GOtt der Vatter woll sichmeiner nimmrr erbarmen / deß Sohns Gottes theuer Verdienst/ Blut uudTod foü mir nimmermehr ;u gutem kommen / der H. Geist soll mir nicht zustatten kommen mit seinem Trost an meinem letzten End / daß ich der selige»jat? Gemeinschafft Gottes und aller H. Engel und'Änßerwchllen/und der ewigenjjh Frctld deß zukünfftigen Lebens beraubt/dermalems vor dem strengen Richter,stulJEsu Christi/ als ein Mcirreydiger/ Eydvcrgeffener/treulofer/elender/ver,laffener Mensch verdammk/und mit Seclund Le>bzurHöllcn verstoffen/unddar innen gequakt werdezu ewiger, Zeiten. Daher hat man cklweg und noch/
'g bey Leistung deß Eydschwurö besondere Ceremonien in acht genommen und ^ tta ..
Ljf; gebraucht: Vor Jahren hat man bey den Altaren Eyd geschworen / und hat Lcreme«.
1). einer die Hand im schwör en aufden Altar gelegt/anzuzeigen/daß GOTT/de- en bcy den
^ me man auf diesem Altar dient / ei» Zeug und Rächer seyn / und daßChristi
^ Leib und Blut / so überdiescm Altar außgecheilet wird / andem/ dcrfalsch mschwört/ffoll vcrlohren seyn ; Bißweilen hat man die Hand imschwören aufein Crucifix/oder aufdie Bibel/oder aufdas Evangelii Buch legen und das,
" selbe küssen muffen/zu bedeuten/ daßChristiCreutzundTod/ unddaswasinJj. der Bibelund Evangclio zu der Menschen Seligkeit beschrieben / dem der
5 falsch schwort / nicht zu Nutzen kommen soll: Bißweilen hielten die / so den
V Dd - &»