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Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
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Rath suchen bey den Zauberern. 2Z ?

ttt ehren sollen/ Mal i. Sie aber nehmen ihm seine Ehre / und eignen sie demTeufel und seinem Gesind zu / die wissen was ihnen fehler/ die können und wer-den ihnen hrlffen/ viel eher und besser als GOrr selbst. GOtk der Sohn ist indieWelr kommen / daß er die Wcrcke deß Teufels zerstöre / i.I >h.;. Dieseaber wollen mit ihrem Zulauffen/ Rarhftagen und Gebrauch derZauben-scheu Mirrlen / deß Teufels Reich und Merck wieder aufrichten / bauen undpstantzen. GOrr der H.Geist/ wie sein Name laurer/ ist heilig/diese aberverlassen ihn / und hängen sich an den bösen Geist / machen auß dem Lügner ei-nen Wahrsager / auß dem Mörder einen A: tzt / auß dem Feind deß Mensch-lichen Geschlechts / einen Freund / auß unserm Verrather und Verklaget / ei-nen Fürsprecher und Beschützer, auß dem Teufel einen GOtt / und begehrenseiner Hülffe/ welchesja eine schreckliche Abgötterey ist.

JV. Ist es eiir AberglaubisH Laster. Was die Zauberer und iv- (Seegen-sprccher selbst«.'» thun / oder denen / die zu ihnen kommen / rächen undvorgeben / steckt alles voller Aberglauben. Als: Wann man bey einem Jan- 1 'b:rer oder Hexen Rath suchen wil / man dieselbe grüffet tm Namen GOccesdeß Vaners / Sohnes/ und H. Geistes/ die Mittel an sie begehret/im NamenGones deß Vacters/Sohnes/ und H.Geistes/ und sie zuletzt behütet im Na-me Gottes deßVatters/ Sohnes/undH.Geistes/ oder da einer ein Kraut oderWurtzandemunddemTag/ vorder SonnenAufgang unter derErdcnmitGold abstechen / und rurgeredt / »rnd unbeschricn heimbringen muß / oder esmuß einer auß einem Brunnen trimmen /daraufhinterstch etwas hinein wersife. > und verschwören sein Leb tag nicht mehr darauß zu mucken / oder man solldenKopss so und so binden und messen / oder die Nagel an Handen und Füs-sen beschneiden/ und da und da hinein veispeidlcn / oder soll zu gewisser Zeitvon dreyenCrcutzen an denWeg-scheidenSpaltlenabschnciden und die Aah-nc damit siw en / oder soll drey Freytage nach einander diß und das thrtir/ solldreyerley Allmoftn geben/ so u>rd so viel Ave Maria/Vatter Unser und Glau-bensp echcn/die Mütelmit denen und denen Worten/ Reimen oder Sprü-chen und Segen appUciren undbrauchen / und dergleichen. Sag mir dochwas kan von Naru' für Krasst in dem Lag / in der Stund / in der Zahl / imMessen / in den Worten/ in Stillschweigen oderim Beschreien seyn ? War-um muß das hinterstch / und nicht vor sich oder beyseitö geschehen ? Washacder Freykag für Krasst weder der Momag / warum brauchest du eben dieKraucer und Wurtzen / die duzn der Stund und auf diese Weise l ekommen/warum sprichst du eben diese Worte und nicht andere / warum dreymal / undnicht zwey- oder viermal ? Gelt / bekenne es nur / du glaubest wenn du etwashierinuen würdest andern / darzu oder- darvon thu» / so harre esdie Krasst undWürckung nicht? Damit verrathest du dich selber / daß es nichts sey als einblinder Aberglaube / und eine abergläubische Blindheit / und darzu ein Got-teslästerlicher Mißbrauch und Enrheiligung deß AUecheiligsien NamensGOttts. Ffz V. Ist