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Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
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2,0 D ie x xvi. Laster-Pr edigt/_

V. Ist «seil, unchristlictz Laster. GOttes Wort/ das einesChti,(?oi einige Richtschnur seyn soll / darnach er sein Christenthum anstelle / dar!weiser uns inderNoch zu GOtt/ der uns verwund«/ derkönne unsauchhei,len/darnm wir ihn st üe suchen sollen.Hos.6. Diese aber verzagen an ELt-res Verheißung/ an seiner Gnad und Hülst/ und suchen dafür die Zauber er/die ste zrim Teufel weisen. Ein Christ hat im H. Tauffmü GOtteinen st,sten Bund aufgericht/ und zugleich dem Teufel und allen seinen Wercken undWesen abgesagt: Diese sagen hiemir GOtt ab/ wenden sich wieder zum Leu,fel lind gebrauchen sich seiner Wercken und Wesens. Der Chr istliche Glaubweißt einenChristen auf GOtt/ denn der Glaub ist ein starck Vertrauen undgewife Auve, ficht in den wahren GQ:t Vatter/ Sohn im& H. Geist. Dieseaber laßen sich aufden Teufel weisen / haben kein Vertrauen »roch Zuversichtzu GOtt/ glauben nicht daß GOtt ihr Nochwißc/ oder daß er ihnen Hessenkönne/ wolle oder werde/ sondern Hofiren dem iienfel/alsob er mehrwiß/auchbester könne/ lieber/und gewiser werde heißen als GOtt. Was kan unchnstli,chers seyn als eben diß!

. VI. Ist es ein freventliches Laster. GOtt hak uns in fctiicmWort cirre solche Ordnung vorgeschrieben/wann wir in Nöthen gerathen/ esseyen Kranckheiten oder ander Dauß-Cre»ttz / jo sollen wir unter dem Cmitzunsere Sünden erkennen/damit wir GOtterzürnet» sollen unsdurch wahreReuuudBnß zuGOttbekehren / und mit eyferigcm Gcbett unfereSündenabbitten / sollen daraufordentliche Ae> tzt und Artzney Mittel geb- alichen / dieGOtt den Menschen zu gutem erschaffen. Gyr. ;8. Und warnr die Mittelnicht so bald helffen/sollcn wir Gedtrlt tragen / und mit dem Gedeck desto inmstandigeranhalten. Diesen RakhundOrdnrrngGOttesve achter der/ der/wenn ihm etwas zuHanben stoßt denZarrbei e: n undSegcrist reche, n zulaiisst/weichtstcventlich davon ab/undbrailcht ein andeceWeiß/ geht dafür hm zumZanberer/zirmTeufelbanner/zu Hexen/ Unholdett und Segensprechern/derenkeinesihme von GOtt/von der Sund/ von der Büß/ vom Geben oder rechnmäßigen / Christlichen Mittlen sagt / sondernda latißt der Zauberer in seineKammer/ gucktindenChristall oder Spiegel/ lngtundhorchrwasihmderTeufel zeig und sage/ geht daranfüber seinen Gauckelsack/ nimmt etliche gescg,ncte/beschwornc Kräuter oder Wurtzlen heraus/ kommt und lehn den/ der i»ihmkommen/ wann/wo und wie offk er mit denund denen Worten/ Zeiche»/Geberden/diß und das chtrn rrnd gebrauchen soll/allermaßen wie es ihnuurorder Teufel sechsten eingegeben. Ist aber das nicht ein freventliches Stuck/daß einer uncer demCrcuß tlicht-seine Sünden erkenne / sondent erst Sundenmit Sünden Hausse/ sich nicht zu GOtt bekehre / sondern von GOtt abfalle/GOtt nicht um Verzeihung bitte/sondem erst noch mehr erzürne/ nicht ordcn-liche Aertzt und rechtmäßige Mittel/die er wol haben könnte/ gebrauche/ som