2z- Die Xxvll.Laster.Predtgt/
spricht : Ich wil Minen Mund aufchun in Gleichnüsscn und wil'achsprechen die Hcimligkeit von Ansang der Welt/ Match. n. Wie ei nun mseinen Predigten das Himmelreich oder den Zustandder Christlichen Kirche,,hier auf Erden/ unterschiedlich vergleichet mir einem Seemann/ der gute,,Samen aufscinrn Acker säet / einem Kanffmann / vergüte Perlen suchet /10l;cn Jungfrauen / deren fünffklug und fünff thöricht waren / einem tzauß-Vatkcr/der Arbeiter gemietet in seinen Weznberg / einem König/ der mitsei,von der Kö. ucn Knechten rechnen wolte / und so fortan / also vergleichet er es auchßfdu«?/ Match.rr. einem König/ der seinem Sohn Hochzeit machte / und sandte^ n ' seine Knechte auß / die Gaste zur Hochzeit einzuladen. Dieser König istGOtt der Vatter/ der grosse «ndAllmachtige Monarch/ undHEnHini-mels und der Erden/ deß Königs Sohn istGOttder SohnIEsus Christus/tmfer und der gantzen Welt Heiland und Gcligmacher/ die Hochzeuerin oderBraut ist die Christliche Kirche hier aus Erden/ entweder insgemein / oder ab-sonderlich eine jede Christ-gläubige Seele darinnen/ die Knechteseyn alle or-dentlich beruffenc / reine Lehrer und Prediger / die haben den Befehl / sie sollendie Lenke durch das Göttliche Work bevuffm / zuChnsto und seiner Kirchenb‘ ingcn und sagen: Komm« / dann es ist alles bereit. Die Gaste seyn alleMenschen auß Juden und Heyden / denen allen läßt GOtt derHErr seineGnade anbieten/ und wi, daß stc durch fein H.Wore sich zu ihm bekehren/ rechtglauben/ Gottselig leben/ hier im Reich der Gnaden zeitlich/ nnddonunReich der Glory und Herrlichkeit ewig bey ihm seyn und bleiben sollen,find«» sich Wie wenig aber GOtt der HErr bey der Gottlosen Welk außn'chtt und
dtk Derach. erhalte / das lehret der HErr Christus in dieser Parabel/da er von den GästentUB 3 * sagt: Sie wolten nicht kommen. Undda derHErr / alsderreich ist vonBarmhertzig keit/ wieder andere Knechte außsendet / verachteten sie doch das/
( wie unsere vorhabende Text-Worte lauten/) sie liessen die Knechte ladennnd sagen/ achteren die angebottene Gnade nicht / sondern verachteten das ge-predigte Wort GOktes und seineH. Sacramemen / giengcn da, für ihren ei-genen Sachen und Nutzen nach / einer auf seinen Acker /der andere Z»seiner Handehicruny / das seyn die / die das Leibliche dem Geistlichen / dasIndische dem Himmlischen/ das Zeitliche dem Ewigen vorziehen / versäume»lieber die Predigten Göttlichen Wons und den Gebrauch der H.Sacramewten/ als daß sie ihrem Ackcr-Ban/das ist/ihrer Hand-Arbeit und täglichen Ge-schafften / oder ihrer Handrtzierpng / das ist l ihrer Gcwerbschafft und Ge-winn derzeit lichen Nahrung etwas abgehen liessen. Son sten ist Ackern unrHandchicren/ und damit «was ehrliches erwerbenund gewinnen/an sich stlb-sien mehr unrecht / abersolches thun mir Versäumnüß deß öffmklichcn wah-ren Gottesdienstes/ der Predigten und H.Sacramemen/ dasheisser eineVer-achtung / Abersis verachteten das/ und giengen Hm / einer aufst"neu Acker/der andere-» seiner Hgndchtcrung. Lehr. ^