Buch 
Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
JPEG-Download
 

VomKirchm-bchlaff.!

____ » 5 -

verscheid aller Schlaff zu lobe»/ dann der übrige Schlaffschadre dem Leib undR dem Gemüth/ sagt kt-eo,sonderlich wills denChrisiennicht geziemen / daß sie

an denen Orten schlaffen/da man den öffentlichen Gottesdienst verrichtee/sol,

<Ä che unzeinge Kirchen-Schlaffer versürwigcn sich schwerlich wider GOtt tlnd

: : sein H.Gebott. Im dritten Gebote jage der HLrr/du solt den Feyreag Heilt,

fei gen/dasist/wieeS unser EhnstlicherCarechißmuSanstiege: WirsollenGOtt

fe förchten und lieben/ daßwirdie Predigt und sein Wort nicht verachten/ fort, ut @o m

mute dem daffelbige heilig halte»» / gernhören und lernen/ wie kan aber einer der da Gebort/

schlaffe Gottes Won hören/ wie kalt ers lernen/ und weil ers muchwillig nicht»ufft hören und nicht lernen will, so hrifftSeine Verachtung/ die doch der HLRRM ernstlich verbruk/wirsollen die Predigt und fett» Wort nicht verachten. Die Benmch,rts Kirchen-schlaffer verwerffen die /reue Vermahnungen Gottes/ da er in seinem

m H. Wort von uns allen haben will/ wir sollen wachen und hören: Sehettu/

M wachet ul,d bttttt/was ich aber euch fage/ das sage ich allen/ wachet/ Marc. r;.

Seyd nüchtern und wachet. i-Petr-x. Höre Tochter/ schauedraufund neigedeine Ohren.Psal.45. Hörrmeir» Bolck/ ich will uneerdir zeugen/ Israel dusolemich hören.Ps.81. DieKirchrnffchlafferverläugnendiewachaffttGe,

-enwart Gottes und seiner H. Tnglen/ in der Kirchen.GOtt der HTrrsagk/iTli an welchem Orr ichmeineS NamensGedachrnus stiffttnwrrde/dawill ich tuijck dir kommen. r.Mof. ro. Wo zween oderdrey versamlrtfeyn in meinem Na,

Pjl men/da bin ich mitten unter ihnen/sprichi ChristuS/Matth. 18. Dih glauben

sie nicht/ dann so sie glaubten / daß GOtt selbs unrerdrrPredigr mit zugegenW in derKirchen wäre/ unbaufein jeden Achtung gebe/ ob auch jemand da sey«

der klug wäre und nach Gottstagre/ so wurden sie nicht so faul und sicherdahin»T fchlaffen/sonderngrössereAndacht außziehe.DieKirchenschlaffervernichkeden

offentlicheGottesdienst/den man mnAndacht undTyferverrichte/und sonder,

Mi lieh dieH.Predigeen/auftnercksam anhöre folee/wieSamuel sagt.RedeHLn/

M denn dein Knecht höret. i.Sam.;. UndComeliussagt zu Petro-. Wirsind

0 hie alle gegenwärtig für GOtt/ zuhören alles/ wasdir von Gott befohlen ist.

xjk Gcsch.i». DieKirchen-schlaffer überschreiten Gottes Ordnung / dann er Orvm»»,-

0 den Tag zurArbeit und allen anderen nutzlichenVerrichttmgrn/und dieNachr

M lur Ruhe geschaffen/ wann die Sonn aufgeht/ so geht der Mensch an sein Ar,

m bett biß an den Aberrd.Psalm.124. Und Paulus sagt: Die da schlaffen/die

0 schlaffe!» deß Nachts/1. Theffal. 5. Diese Siebenschläffer aber kehrenö um/

und schlaffen öffentlich amhellen liechrenTag/ und mußihnenjederman/ mit0 Verdruß zusehen. Die Kirchen-schlaffer entheiligen den Tempel GOtteS/ Tempel,

^ machen ar»ß einem Auditorio ein Dormitorium, auß einem Bett-und Pre,

Z digt-Hauß em Schlaffhauß. Es§ 6 . Die öffentliche Verfamkung der Chri,

L sten m der Kirchen geschicht wegen Anhörung deß H. Worts Gottes/so kom,

0 p* in die Kirchen/sitzen nach einander her rrnd schlaffen. Salo,

o Kk 2 M 0