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i&0: Die XxlX.Laster-Predigt/ _
mo sagt; Bewahre deinen Fttß / wann du zum Hause Gottes gehest J~mkomm/daßdu hörest. Prcd.4. UndderHLrrChnstus rufft: WerOhrmhak zu hören der-höre. Luc. 8 . Wie sich dann dasVolck zu ihm drang zu hö,ren das Wort Gottes. Luc. 5. und allerley Zöllner und Sünder nahmen sichzu lhm/daß sie ihn hörecen.Luc.i;. Wie will aber einer hören/wann erdurchdiesen unzeitigen Kirchenschiafffelbsten Augen / Ohrm und Hertz zugeschlos-sen hat. Die Ki' chenschlaffer verachten das Wort / Las ihnen gepredigerwird.welchcs ist Gottes Wort. Wann die Obrigkeit durch deroCantzleroder Stattschreiber lreß den Unterthanen vorhalten/ wasin einem oder demanderem daran dem gemeinen Wesen hoch gelegen / ihr Will und Meinungware/dir Unterthanen aberwolten nicht Achtung brauff geben/ und unrerdcmAblesen cmschlaffm/ich mini man wu'de einen aufwecken und more§lchren!Der Heydnische König Numa , wann er-Jährlich sein Lands, Ordnung ror,lesen lassen/beftellte er seinen Herolden/ welcher mit einemStab unter den Leu,ren herum gegangen/ und wann er einen angetroffen der geschlaffen/ oder sonstetwas vorgehabt / hat er ihn mit dem Stab an derr Kopffgeschlagen / und ge,sagt : Hoc age, das ist/ das thue. Vielmehr soll man wachen und Achtunggeben / wanirman Gottes Wort und Wrlleir öffentlich verkündiget/ solchWort ist einWortdeß Heyls.Gesch. i;. ein Wort der Göttlichen Gnaden.Gcsch.ro. ein Worc deß ewigen Lebsns/Joh. 6 . Wer da will seligwerden/dermuß dißWorthörcn und bewahren. Luc. n. Das heilige Wort Gottes unddie Hochwürdige Sacramenta seyn neben einander die einige / ordentlicheMittel / dadurch wir können glauben und selig werden z Wie nun kein«fchlaffk/sondern diegrösteAndacht erweiser/wann manihmdas Nachtmal rei,chec also soll auch keiner schlaffen/ wann man ihm Gottes Wort vorträgt. OwashaktenunsercliebeAltmundVorsahrer/ diediese Kirchen erbauet/ beywarendcm Bapstun» wol gegeben / daß sie ein einige/ reine EvangelischePre,rigk harken darinnen anhören können / ja daß man ihnen mir ein Capitelaußker Bibel darinnen hatte vorgelesen ? uird wir/die wirshaüffg und «bttfiiis,sig.haben / schliesscn Augen und Ohren zu/dencket/ wie sich das einmal werdeveraittworten laffen. Die Kirchemjchläffer versunoigcn sich über das auchan Gottes Dienern / den Lehrern und Predigern. Ein Predigt (sonderlichwa nir sie etwas mchtigs seyn soll) laffrsich nichkaußdemErmel schiutten/ ß<fallt auch dem Prediger nicht imSchlaffein/sondern er bricht seinenSch'aff/er meöitirt/sinnet und richtet Tag und Nacht dararff er schlagt in scinenBü»chern nach/sucht jetzt da denn dort/was ihm zu seinemVorhaben mag taugen/ersetzt sich und schreibt nach möglichem Fleiß/ hernach zwingt er sich/biß er diePredigt durch öffters lesen und einbilden in sein Kopffund Gedächrnnsbeh,rek/darm tritt er aufdie Cantzel/sein Amt mit Freuden zu verrichten/er fallt aufftMKmcmider (das sonst keines in der Kirchen thut) und bitter GOttum