von der Schwermut^
6St
nach seinemTod feinen Cörper geöffnet / hat man fein Hertz gesunden einge-schmorret wie ein Hutzel / welches man seiner Melancholey undBekümmer,nus Schuld geben. Dazu kommt die Schwachheit und das Abnemmen allerLeibskräffren/dann ein betrübter Muth vertrocknet das Gebein/ wie das Erd-reich vemucknet und außdorret/ daß es weder grünen noch Frucht tragen kan/wann es lange Zeit keinen Regen gehabt. Spr.17. Eilt heiß Eisen /verzehrealles was man daraufgeust / also verzehrt die Schwermnth auch Marck undBein/Krafft und Saffk/nimmtdieFarb und den Schlaff/verwirret dieSin-ncn und Geberden. Ein solcher schwermüchiger Mensch hat allerley Grillen/erhencktdenKopff/ setzet die r.Sorg-stützen unter/ schlägt die Händ in einan-der/sitzt in Gedancken und vergißt deß Löffels im Mund/ das Marck in Bei-nen verschwindet/ das Blut erkaltet und wird ihm in den Adern zu Eyrer, dienatürliche Warme verlischt / daß er endlich verschmachtet / in ein schwereKranckheitfallet / und sich zu todgrametund bekümmert / dann von Damenkommt der Tod.Syr.;8. Wie Antiochus vonD aurigkeit gestorben.r.Macc.
6. Und welches das groste ist/ gibkein solcher Menschden Versuchungen deßTeufels Statt und Platz / Hänger den bösen Gedancken immerzu nach/ wanner ein Messer sicht/meint er/er müß sich damit entleiben/ wann er für ein Was-ser geht/ meint er/ er müß drein springen / wie ?wIomLur Macron sich so sehrgegrämer/daß er sich selber mit Giffr umgebracht. 2. Maccab.ro. Anderer/neu-er Exempel/die vorhin bekannt seyn/jetzo zu geschweige».
Und das ist nun dasLaster / welches eigentlich ausden Lasterhafften Summa.Menschen siher und gcher/ nemlich ^elanctiolis, die eigenwillige/ selbstge-machte Schwermuth/da wirgehort/wcil diß Laster sündlich/ unnatürlich/ un,nöthig/ vergeblich/ beschwerlich und schädlich ist/ so soll ein jeder sich davor hü,rell/wie Syrach c. z 0. sagt: Mache dich selbst nicht traurig/rc.
Gebrauch dieser Lehr.
Amung / daß wir nicht eigenthätiger Weise unsselbsten trau-^ ^ rig machen / noch auch oberzehlter Massen der Schmermuth an, Vor »nstmis helffen/ selbsten Nrsach dazu geben/ den Melancholischen Gedan- Laster,cken nachhengell/und trauren wie die andere/ die keine Hoffnunghaben. r. Thessal. 4. Dann ob wolsolche Leuk meinen/wann sie so tieffindieGedancken hinein kommen / es sey ihnen gar wol dabey / so ist es doch irichts/sondern die Schwermlirh wurtzelt nur tieffer bey ihnen ein/sie plagen sich selbstmitihren eigenen Gedancken und wunderlichen Einbildungen/ bißesendlichüber und über geht. Dagegen haben wir in unserer Lehr außführlich gehört/rv-ö für ein sündlich/ unnatürlich/ unnöchig/ vergeblich/ beschwerlich und
Rrrr schad.