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Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
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vomTantzen.

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endazu wiedasViche/springen in den Gruben und Lauben in dir Höhe als ob 2«.

sie zur Bühne wölken hinauf fahren/trappcn rnrd klappen mit den Füssen/daßder Boden zittcret/schwitzen/keuchen/schnaufen/machen ein greulichen Glaubund Gestanck/verfälscheudie Lufft/daß ehrliche Leur kaum in der Surben blei-ben können / zugeschweigm deß Prachts^ Hoffart »ind Leichtfertigkeit in Kley-dern/so dabey raorgeht/da veracht eins das ander/und wird bald ein Hader undZanck angezettelt/ folgt auch wol Rausscn und Schlagen/wo nicht Würgenund Morden in solchem Tumult und Aufglauss/ ziehen sich da und dorten ih-rer zwey ab / machen heimlich VerlobnuS ohne der Eltern Wissen und Wil-len/ und wird da manchem Vatter und Mutter sein Kind beym Tantz verfüh -rec / daß es geht wiemit Sichem und Dina / die darüberzu Fall kommen/ r.

Mos.; 4 . Oder wie den Töchtern Silo / die von den Benjamirenvom Tantzhinweggerauberwo,den.Richt.rr. Nachdem^antzgibtmanctwaneinan- tatder das Gleid/und bleibe weiß nichtwie lang bcysamen/ auch nichtbetrens Hal-Abßsa«r.htni oder man fangt «m neues Garissen an / und was der Unordnung und^^Leichtfertigkeit mehr seyn kau/ das mir licb ist/ das ichs nit alles weiß.

Und das isi nun das ;8. Laster / das eigentlich auf den LasterhaffcenMenschen sechsten sihe r rnrd gehet / nemlich das leichtfertige Tangen / da ma»r Äumm«.eintweder tantz« zur Unzeik/oder an ungebührlichenOrt/oderes ranken solchePersonen /denen es nicht zusteht / oder man lasst im Tanken alles in grosserKonfusion und Unordnlmg durch einander gehen / daß auch alle Zucht undErbarkeit dabey ein End hat. Dergleichen leichtfertiger Tantz gewesen deßjungen Hürlensder Herodias Töchterlen/ dierrat hineinund tantzete vor demLisch/und geftrl wol/rc. Marc.L

Grbktmchdresir Lchr.

1, /0^^Z2lknung/ daß wir uns vor solchem leichtfertigen Tantzen forr-wai nukg-»a^^hin hüten. ManHekunderfahrek seineWunder/ wann man vor dich»xOtQJ einen Tantz bey einer Hochzeit/ Kirchweihe oder sonsterr weist/ da Laster,laufft das ledige Gesind demselben ein halbe oder gantzt Meil zulieb/sey Gommeroder Winrer/ gut oder bo'ß Wetter/ Hauffenweiß nach/ dalantzen und springen sie ihres lebendigen Half / warten auch demTantz auß/wann er gleich noch so lang waren solle: Geleen sie aberfo weit und so offkmüssen in die Kirchen gehen/ solren sie solang einer Predigt müssen zuhören/sollen sie in ihrem Dienst also lauffen/schaffen und schwitzen/was (meiner ihr)wurden siefüreinKlagüberMeister und Frauen führen/ als wann es ihnendas Leben kosten wurde. Und/wanns nur ehrliche Tantz waren/ wolt mansihnen doch nicht wöhren/ Aber wann man das jetzige Tantzeir betrachtet/ findetsich (wie gemeldt) fo viel Leichtfertigkeit dabey/daß wann mall einen Theoio-

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