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Die i-xxv. Laster Predigt/
«um oder andern ehrlichenMaim aufsein Gwissenstagm solre/ob ein solcherTantz ehrlich und Christlich sey / er mit gritemGewiffennicht könnte Ja dar-zu sagen / fontwn. es müssen alle unsere heutige Täntz verworffen und abge-schafft werden/ wie sie auch der 1 ). dlrrziottomur Teufels Tautz/ der SeelenWerde» bung/ deß Leibes Verstellung/ der SittenVerkchrung/ und der Boß«heil Anreitzungen genennee: Wer solche Täntz billichet/ der ist ein loser Bub/wersie vercheidiget/der ist ein Schalck in derHaummd wer sie treibet/derhan-, deltwider GOit/Zucht/Ehr undErbarkeit- Dann einmal solch, leichtfertig
wet^es ^^ ^^ntzenist snndlrch/ Syrachsagr: Gewehnedichnichtzur Singrrin/ infüaLitch/ der Vulzrra verLonc sieht: (/um Saltatrice ne iirallicluus, gewehne dichnicht zur Tantzerin. c. y. So ist solch Tantzenim Concilio L^oö-ceno undAfricano Annoj 6 #. und ;s6. den Christen verkokten worden / unddie H.Kirchen« Lehrer haben jederzeitscharffdarwider geschrieben. Es ist solch leicht«fchäL-iltch/fertigTantzen schändrllch/dadln ch ehrliche Leuk/die zusehen/ sondttlichaberdieJugend mächtig geärgert wird. Jssüber das auch schädlich und sträff«m»d schLd« itc^ybtc Gailheit wird dadurch erwecktund gemchree/ mangewotznetdabey-derLeichtfertigkeit / das Gemüth wird zur unordentlichen Liebe gereitzr / die Ge-sundheit wirdverdcrbt/ als sonderlich denenbegcgnet/ die wann sie sich durchsTantzen erhitzt/ cüiensiarcken Trunck darauf thun / schwangere Weiber kön,nen durchs Tantzen auch ihrer Leibssiricht Schaden thun / und gefchicht offtE^^ sdnssenvietUnglücks dabey/ Herr Zeiiler cenr. i. epist.28. setzt/ er wiß sich ja* " erinnern/ daß,Anno rsro. in einer vornehmen Statt ein Jungfrau bey einem
Tantz umgefallen/uiid gleichtod geblieben: Und 6onr.6.in<Zic. in voc. Tan,tzen/schr eibt er/daß Anno 1607. zuLeipzig ein Gerber mit einer Braut,anihrerHochzeit guantzt/und sie unvorsichtig wider eine Säulegeschwenckt/daß sie in8. Tagenhernach gessorberr., Zu Qssemer bey Srendel dweimPfarrec feinenBamen selbsicn in de>r Pfingstfeyrragen zum Tantz gegeigu/harihmderDon-ner die rechte Hand samt demGeigenbogen ab/ und 24. Menschen erschlagen/wie Lgonäortkim Exempelbuch meldet/ (in kr-ec.;. f..m. i r Allda er auchauß Alberto erLN2!o schreibt./ Laß zu Colbeck im Bistum Halbe- stakt in derH. Christnacht/18. trm«keue Männer und Weiber auf8. M*gni Kirchhoff/angefangenzurantzen/ midemwild wüssGefchrcygetrieben/ derPfarrerdißOrts ließ ihnen sagen 1 sie solttwsWseymrnd das H. Amt nicht verstört» / siekchrttnsich aberdarannicht / tantzten und schn)en immer fort / darüber derPfarreraußUngedultundLyferihnenssucheeundsagt/ erwolt/ daßsieeingantz Jahr also tantzerr müssen / weiches durch ein Göttlich Zeichenauch ge-schehen/ daß sie ohne Aufhören/ ohne Rrrhe/ ahne Speiß und Tranck/ Tag undNacht getantzt/mit menniglichs Schreckenund Emsetzen/und obwol stammeChristen für sie baten/blieben sie doch bey ihrem Tantzen/Liner der seinSchwe-ßermrter dem Haussen gehabt/ wölkest« mit Gewalt auß dem Reihen reißen/
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HojidorfF.