vom Tantzen. -»5
«r uß ihr aber itn A> m auß/und sie tankte gleichwol mit den anderen fort/wiesie dann alle von dem Tantz nicht abgelesen / biß das Jahr verfiosscn/ -da siedann darauf nieder gefallen / der mehrer Theil so bald gestorben / ihrer wenigaber seyn erquickt worden und haben Büß gethan. Cyr. Spangenberg im^hespiegelschreibt/ daßJohannvonMilttz / Bischsffzm NattMburg unr^ ^v w.Aeitz/anJoh. deß Evangelisten Tag eclicheAdeliche Frauen und Jungfrauen LS7.K.zu sich geladen/eincn Tantz mit ihnen gehalten/und etwan mehr Leichtfertigkeitmit ihnen geübt/ alseinersolchen Person wolanstehtt/ sey er am Reyen/zwi,schen r.Weibern / mit denen er zrkgleich getantzer/ dahingefallen und plötzlichgestorben. Und zu Utrecht / sagt er silrick.) haben dieLeut aufriner Brucküberdie Mase/ einen leichtfertigen Tantz gehalten/ und viel Üppigkeit gerne,den/ darüber letztlich die Brück eingebrochen/ und seyn von den Tantzern undZusehern bey 200. Menschen ersoffen. Dergleichen Unglück sich bey solchenTäntzcn mehr zugetragcn/darum Christliche Obrigkeiten alle Übermaß/ Miß,
: brauch und Unordnung im Tantzen abschaffen und abstraffen / Christliche El,lern ihreKinderdaheim behalten / undein jeder Christ für sich selbsten solcherLeichtfcrtigkeitmüffig gehenfollc. Dagegen sollen wir n
II. Ocrmahncr scyn / ckaßwirdeß TantzenShalben uns gebührlich -vermch«in acht nemmen/ .da dann zuiviffen/ckaßdie/ die nicht tantzen / die sündigen nung/nicht/dannGotkhatsnirgendgLbotten/daVmainantzenmüffe: Welcheaberzm-Gebührbey einem ehrlichen Tantz sich einsinken mögen / denen ist es auch nicht verbokM ^"^tat/ GOtt undeh>liebende Christen könnenswolleiden/ daßjungeLeut tan,tzen/springen und f ötich seyn/ m»r/ daß-eSdein leichtfertiger Tantz feye/ widerwelches leichtferttAe Tantzen diese gantze Predigt einig und allein gerichtetund gemeiner ist. S. Paulus sagt Tim. denReinen ist alles rein / alsomag ein ehrlicher Mensch wol einen ehrlichen Tantz thun / crsundigttdarannicht/ wofernder Tantz geschihet zu rechter Zeit/ an gebührlichen Ort/ von de,nen Personen/denen es zusteber/undin beziemlicher Okdnnng/alles nach Lan,des Sitten und Gebrauch/ aufTcuksche/'erbare Manier/mik reittcm/ züchti,gemGemüth/sitifamen/unargrrlichenGeberden/inBesiheidenheit/Maffigkeitund Eintrachtigkeit/mik ehrlichen Personen/ und in Gegenwart deren/ die denTantzenden ein Scheu einjagen / und kein Ungebühr zugeben oder gestatten.
Wann fromme Christen ihre Hochzeiten undander Wolleben/den Tantz undander Freud und Kurtzweil also üben und treiben/ daß sie dabey 'GvttcS/ auchChristliche, Zucht/Ehr und Erbarkeit nicht vergessen/ so wird GOtt auch mitihnen wolzu ftieden seyn/und alle ehrliebende Christen werden ihnen solche eh«,liche Freud von Hertzen gönnen/und selber darzu helffm.
In dessen aber/meinc Gelrebten/werdetvollDeistcs/und redet unrer ein,ander von Psalmen und Lobgesangen und geistlichen Liedern / singet und spie, Geistlich«ler dem HErm in eurem Hertzen / und saget Danck allezeit für alles Go tt und
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