7i8 Die L.xx vir . Laster-Predig t/
resBarmhertzigkeit gehet über alle Welt. Gyr:8. Groß ist sie auch wegen derunergründlichen Tiessc / wie Sprach im angezogenen Spruch daraufdeuttt/der HErr lasse sich auch von den Sündern gnädig finden / wann sie sich 5» ihmbekehren / daerbillichein auß ihnen machen/ und sie wie Zeboim zu-
richten solte/so ist seil, Hertz anders Sinnes/ feine Barmhertzigkeit ist zu brün,siig/daß er nicht thun will nach feinem grimmigen Zorn/ Hos. n. Darum haker nicht allein Gedult mir uns/ und wartet mit Verlangen biß wir uns zu ihmbekehren / sondern wann wir kommen/ unser Unrecht erkennen und um Gnadbitten/so stoffterkeirienhinauß/I0H.6. Sondern vergibt undvergisster un-sere Sünden/nimmt uns zuBnaden an/und thut uns mikFreuden alles gms/wie solches der HErr Christus an dem Vakter deß vcrlohrnen Sohns zeiget,dtr * uc - I ?- Hingegen ist dem barmhertzigen guten GOtt nichts so sehr zu wi-Vrrsto. der/als/ da er aller Menschen Heyl und Seligkeit begchri / und will daß allen
Menschen geholffen werde/r.Tim. r. Daß sich jedcrman zur Büß bekehre, r.Pen.;. Dannoch sich Leutfinden 1 deren Hertz immer nur den Irrweg will.Ps.95. Widerstrebelt dem Heil. Geist / und verstocken ihr Hertz auß eigenerBoßheik/daß essich/wie ein harter Felß nicht mehrwill erweichen noch gewin-nen lassen / von welcher Halsstarrigkeit und Verstockung der HErr hin undwieder treulich »varner in seinem H. Wort / wie sonderlichste Epistel an dievortrag. Ebräer in den verlesenen Textworten zeuget : Er saget durch David/rc. Weilwir dann bißher geredet von der Leichtfertigkeit rmd Sicherheit/ so wollen wirjetzodieangedeme Wort der Epistelan die Ebraerfür uns ncmmen/ erstlichmit wenigem erklär en/darnach auch anzeigen/was wir
vonderVtt'stockung/
Wunsch, werden zu unserer Lehr und Nutzen zu behalten haben. Darzu uns Gott seinGnad und Segen verleihen wolle. Amen.
Erklärung dessDexts.
die Epistel an dieTbraer geschrieben/davon wollen wir nicht vielöilpmiren/es hab sie aber geschrieben Paulus oder Apollo/ so hat ers^H^)doch gewißgeschriebcnauß EingebungGotcesdeßH.Gcistes/darandie Christliche Kirch niemalen gezweisselt. In unsern vorhabendenWorten / die auß c.4. dieser Epistel genommen seyn / warnet der Apostel dieEbraer / und unter ihrem Namen alle Christenins gemein/ vorderVersto-ckung deß Hertzens / und nimmt hierzu die Wort auß »rm Psalter Davids/Htkrwtrd und spricht : Er/ nemlich GOtt der HTrr/ Er jaget durch David/ nem-i e '®P rK * lichim9s.Ps. Heute/ wie gesagt ist/ nemlich/wie im vorhergehendenauß Pf. 9f Eap. dieser Epistel/solchcr Spruch auch zum andern malangezogenist/tzeut/aogezeg««/ s- ihr lerne Stimme kören werdet/s- verst-ckcreureHerrzen nickt.
Dieser