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mir all mein Haab und Brrr.drauf gehen/und solrmirs Leib und Lebe» kostendund finden sich Heuchler und Fuchsschwantzerdiehelffennochdarzu/ giesse»wo es vorhin naß ist/vertheidigen die Rachgier/rrnd rühmens als ein edel/ Herr,lichesund tugendliches Merck/ diesich rächen/ müssen mpffere Lemheiffen/dieGeschtcht sich nichträchen/ müssen für einfältige Tropffen/ die ihrer Hautförchten, auß,Nuterschted- geschryeir werden. Daher gcschichts/ daß man sich an öemNächsten pflegt ;nUch/mtt rächen aufallerley Weiß / wie man zukommen kan: Als: mir verspotten/verspotten/ wann der Nächste irgend eilten Fehl begangen/ lacht man drüber in die Faust/breiters allenthalben auß / unddeutcrallseineWort und Werck aufs ärgste/schänden/ ihn« beyandern verdächtig zu machen. Oberm« Schänden und Schmähen/schmähen/ da man dem Nächsten allerley ehrrührigo Schmahwort ankleckt / ihn dadurchzu vertleinern/und um fein Autorität und Ansehen zu bringen r Odermit ver,vtttttgcn/ n'egeir/damanaufdeirNächstenetwaskichketundaußgibt/ sasnichtist/ ihn-dadurch in Schaderrzu bringen/wie die zwey alte Dichter die ftomme Susan-nam angegeben und beklagt/alsob sie Unzucht mirrinemIünglinggetrieben/histor. Susanns v. ;L. Und von demProphetewJeremia sagten seine Zuhö«rer r Hui verklagt ihn/wir wollenihnverklagen/daß wir uns anihm rächen.c.bLfemRach., o. Oder mit bösem Rath und Anstifftung alles Übels / wie die Herodias ih-re Tochter gerathen / sie soll das Haupt IohanniSdeß Täuffers begehren/ sich«nßfor. damit an ihm zu rächen. Match. 14: ' Oder mir Außsordern/ muffen/schlagenund todten/ wieZedekia der falsche Prophet / Micham ver ihm widersprochen/aufden Backen geschlagen.i^ön.ri. ÜndIoab erstach den Abnermeuch-lings umseines Bruders AsahelBlut willen. r.Sam.;. Aberdiefe eygeneRach/sie geschehe aufwasWciß undWeg sieimmerwolle/ sieht keinemEhn-'sien zu/ darum / wilru ein Christ seyn / so räche dich nicht selber / sondern gib-Raum dem Zorn Gottes, dann es stehet geschrieben/die Räch ist mein/ich will-Geflichtt yer-gclken/sprichk der HZrr. Gedcnckstrr aber: welcher Mensch kan das thun/A»ßflüchtc»^j^ sind alle von Natur zum Zorn uird Räch geneigt/es ist unmügkich/daßei-«rsrmvor. „^blneM Feind allesfo übersehen und nachgeben könne. Antworr.AlleSün-'den sind rms von Natur angebohren / sotten sie drum recht und erlaubt seyn ?ich kan nicht gedencken: Und wie darffstn sagen / es sey unmöglich/ die Rächgegen dem Nächsten einznstelien/haben wir doch oben etliche Exempla gehört/von denen die sich an ihren Widerwärtigen nicht gerochen haben/ dasiedochwok gekönnt hätten/als Joseph/David/ StephanuS/ Käyser Heinrich/ Bi->schaff Ensebins / könnten auch noch mchrbeybringen: Ph>üppus Komg ittMacedonien / ward in Belagerung der Stark leieihonL mir einem Pferl ge-rroffen/daß er darüber sein recht Aug verkohr/gleichwol da he: nach dieInwoh,ner Gnad begehrten / machet er Frieden mü ihnen. fiittinur hb.7. mayjer
Heinrich IV. als er gmMerßbmq kam / und daselbst das herrliche Begräb,*w$Rudolphi seines ärgsten Feinds ge/ehe»/ rickhen etliche seiner Räch/ er M