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Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
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Diecr.Lafker-Predtgt /

Ktnb«» Weib rrtödttt / Richt. 19-.^ Es geschiehet der würckliche Todschlag / wannVettretveu/ man dieEmpfängnüß verwehret und hindert/ wieOnan/ l.Mosz8. Wann«in Weibsbild durch Artzney die Leibes,Frucht abtreibet/oder in derGeburrersticket / oder auß Faulkeüin der Geburt ihre Kraffre nicht daran spannet/und dem Kind darmtt dasLebennimmr und abkürzt. Oder/ daeinWeibbey schwangerm Leib/ oder indem Kind,Bett / oder so lang sie das Kind sän.ger/ sich nicht hält und schonet/wie sie wol solee / daß es hernach dasKindem»Artzney. gelten und vor der Zeit sterben muß. Oder / da ungeschickte Heb,Ammen/Geben/ unerfahrne/ unfleissige Wund,Aerzte/ unnütze Hausierer / Junge und Alteverwarloscn/ und auf den Kirch,Hoffördern. Oder / da einer / der der Artz,

. ney nicht erfahren ist/ sich unterstehet einem andern etwas einzugeben / gibtArwe vrr. ihm quid pro quo, und curirs ihn zu tod. Oder/ da einer dem Armen nichtskäst«»/ gibt und mittheilet/ und kästet ihn ehe Hungers sterben/ da heisset es: 8i nonp» visti . occidisti -das ist/ hast du ihn nicht gefpeiset / so hast du ihn gtködttt.Oder/da man durch Wucher oderTyranney dem Armen das Seine nimmt/wie Syrach sagt: Der Arme Hai nichts / dann ein wenig Brodis J wer ihn»E war-> darum bringet / der ist ein Mörder / c. 74. Oder / wann man den Nächstenw / nicht vor Unglück warn«/ in der Noth nicht beyspringet / hilfft und rettet / da

man es wol köme/sondern zustehet undzugibt/ daßerinwißemliche Todes»Gelegenheit Gefahr kommen / und darinnen verderben muß. Oder / da man würcklichrgeben/ Ursach und Gelegenheit?» deß Nächsten Tod gibt/ wie der HERR im Gesetz

saget / so einer einen stossenden Ochsen nicht verwahre^/' eine Grube gräbct/und nicht wieder zufüller / einen gefährlichen gähen Ort mit keinem Geländerversorget / oder da man mit starcken Zutrincken dem Nächsten sein Lebenkürtzet/ oder so nsten eine Falle machet/ daß er sich verletzen/ stoß en/ stürtzenundBefehl, so zu reden dem Tod selber in die Hände gehen muß. Oder/ da einer zu einemMord Anleitung oder Befehl gibt/ wie Pharao der Jsraeliten Knablein hiesteerträncken / und David befahl den Uriam an deir gefährlichsten Ort imfalsch Zeug. Streit zu stellen, daß er umkomme/ r.Sam.n.e Oder/ da einer fälschlich wie»»üß/ der den andern zeuget / und ihmdarmitvom Leben zumTod hilfft / wie demVerräth«. ftommenNabochbegegnet/i.Kön.rlnq-Odtr/daeinerdemanvernvrrräthr,rey/ «scher Weise in die Hände seiner Feinde gibt / wie Saul den David in dieSchein deß Hände der Philister, i.Gam.i8.'7 Oder/ damanden Nächsten nnrerdemRechten/ Schein deß Rechten das Leben nimmt / wie Jsebel und die Jesreeliten denNaboch steinigten /als der GOTT und den König gelästert habe/ i.Kon.rn^Aufruhr/rc.Oder / wann man einen Aufruhr/ oder unnöthigeKriege erreget/ oder dasgantze Vatterland verräth und übergibt/ da dann viel Hundert Menschen zu,mal umkommen. Diß alles ist und heiffet ein würcklicher Mord und Tod»schlag, darvon wir dißmal eigentlich reden / und wiid solcher Mord um so vieldesto höher angezogen / wann ei» böser Tück und Meuchel,That mit um«»