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Chronologischer Auszug der Geschichte und des Staatsrechtes von Teutschland / Aus dem Französischen des Königl. Französ. Herrn Gesandschaftsraths von Pfeffel, übersetzt, von Johan Philipp Schulin
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V o r b e r L ch t

Die vierte kritische Anmerkung des Tagbuches vonTrevoux betrist meine Seite io6. gemachte Erklärungeiner Stelle des Otto von Freisingen: XlilMeriaiKLelism Fettare cOZmir (der niedere Adel trug einen Sät:tel,) welche ich nach der Herren Verfasser Meinung alsohätte übersetzen sollen; die Professionisten trugen ei-nen Schemel. Ich habe den alten Text darum ste-hen lassen, weil i.) der Ausdruck, Xlim'Keriaiig, inTeutschland niemals was anders bedeutet, als einenAftervasallen, oder Edelknecht, wie solches Herr Estorin einem besonderen Werke durch überaus viele Zeug-nisse erwiesen; es lehret uns auch Albrecht Rranz ,ein Schriftsteller vorn xv. Jahrhundert, baß diese Af-tervasirlen und Edelknechte erst unter Maximilians I.Regierung den Namen Xlimiterialis abgeleget, undden Titel Nob;ii8 angenommen.haben. Wir wissen 2 .)daß zu Otto von Freisingen Zeiten die Handwercks-leute noch meistens Leibeigene, und folglich den Be-schwerlichkeiten der Knechtschaft unterworfen waren.Endlich erhellet aus vielen Beispielen , daß die grö-sten Herren, wenn sie Aftervasallen gewesen, zumSatteltragen verdammet worden. Grav Gottfriedvon Anjou hat, nachdem er von seinem Vatter GravFulco überwunden worden, einen Pferdsattel getragen.Man besehe Wilhelm von Malmesbrrri ill. B. DerGrav von Blois traget auf Befehl deö Herzogs von

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