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Chronologischer Auszug der Geschichte und des Staatsrechtes von Teutschland / Aus dem Französischen des Königl. Französ. Herrn Gesandschaftsraths von Pfeffel, übersetzt, von Johan Philipp Schulin
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von Teutfchland.

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III. Jahrhundert.

5 ^as Ende des andern Jahrhunderts und der Anfang des drittenzeigen uns nichts als unaufhörliche Verwüstungen Teutschlandsbiß auf die Zeiten Kaiser MaximinS. Dieser breitete nach dem Dru-sus den Namen und die Waffen der Römer am weitesten aus: Alleiner konnte seine Eroberungen niemaln behaupten, und kam zu eben derZeit um , da ihm alles am glücklichsten von statten ging. Die Be-drückungen der Teutschen hatten mit seinem Leben ein Ende. Sie wur-den endlich gewahr , daß ihre Uneinigkeit den Römern ihre Absicht,sie um das Ihrige, und vielleicht gar unter ihr Joch zu bringen , alle-mal crlcicherte; Eine mehr als zweyhundertjährige Erfahrung hatte sieklüger gemacht, und diejenigen Völker, so den Einfällen der Römeram meisten ausgesetzt waren, nämlich die so zwischen den Rhein, Mainund der Weser wohneten , errichteten eine Art von Bündniß untersich, dessen Endzweck sie durch den sich selbst beygelegten Namen, zuerkennen gaben, indem sie sich Franken, das ist, Freye und kei-ner Hcrrschafft unterworfene Leute nannten. Dieser Bund der Fran-ken muß ungefehr in das 240 und die folgende Jahre gesetzek werden,weil wir finden daß sie schon mit dem Kaiser Galliens Krieg ge-führt haben.

Von dieser Zeit an bekam alles eine andere Gestalt; DieRömer streiften nur selten biß an den rechten Arm des Rheins; DenFranken aber ihres Orts, ward es zur Gewohnheit, Gallien zu ver-heeren.

IV. Jahrhundert.

L^n dem vierten Jahrhunderte fingen sie eigentlich an, über den Rheincv.1 zugehen; wiewohl mehrenthcils ohne Erfolge, ja gar zu ibrenSchaden. Inzwischen ließen sie sich doch durch ihre vielfältigen Nie-

derla-