S Auszug der Geschichte
Verlagen keineswegs abhalten sich endlich zwischen dem Rhein und derMaas festzusetzen und einen beträchtlichen Staat zu errichten, der sozu sagen die Thüre war , durch welche sie in das Herz von Gallien dran-gen > und es unter den ersten Merovingischen Königen eroberten.
Die Allemannier, welche nachher Schwaben genenntwurden, folgten ihrem Beyspiele, aber mit geringern Glücke. Nach-dem sie zweymal , bey Straßburg vom Kaiser Julian und beyCalmar von Gratiano waren geschlagen worden, wurden siein ihr Heimat zurück gejaget, ohne daß sie sich einer Stadt im Elsaßversichern konnten.
Während dieses Zeitraumes, hatte die Christliche Kirche inTeutschland einen großen Wachsthum. Im Jahre zio. lebte derH. Servatius, der erste Bischofs von Tongern. Diese Stadtwurde im Jahre 45s. von den Hunnen zerstöhrt und der bischöfflicheSitz nach Mast richt verlegt. Im Jahre 702. verlegte ihn derH. Hubertus nach Lüttich, so ihm Carolus Martellus ge-schenkt hatte. Im Jahre Z27. wurde das Bißthum Trier unterdem Bischoffe Agritius, zu einem Erzstiffte erhoben. Zu eben derZeit wurde die Abtcy St. Maximin gestifftet, die nach langen Ge-zänke im Jahre i6zo. der Erzbischöfflichen Gerichtsbarkeit unterwor-fen worden. Die Kaiser, Otho der Große und Conrad II.Laben die Aebte von St. Maximin zu Erzcaplanen der Kai-serin ernennt.
Im Jahre z;v. stifftete der H. Cassianus ein Bißthumzu Sabiona, welches nachher nach Brixen in Tirol verlegtwurde.
Im Jahre 400. richtete St. V igil das Bißthum zuTri-tz e n t wieder auf. Anfänglich waren die Bischoffe von Trident gleichdenen zu Brixen Suffraganei des Patriarchen von Aquilea : Beede abersind heut zu Tage befreyt und dem H. Stuhle unmittelbar unterworfen.
Bey dem Jahre 1)49. gedenken einige Schrifftsteller einerWider die Arianer zu Cöln gehaltenen Kirchenverfammlung; Al-lein die Wahrheit dieses Vorganges ist sehr zweiffelhafft. Man findet
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