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Auözug der Geschichte
Ihum Salzburg, davon er selbst der erste Bischofs war; und das zuPastau, so er dem Ehrenfried «»vertrauere. Das geistliche Ge-biethe von Lorch wurde ebcnfals unter zwey Kirchen ausgetheilt, derenjede von der andern unabhängig blieb. Einige Zeit darauf, um dasJahr 8 - O. wurden die Bischöffe von Salzburg vom Pabst Leo III. zurErzbischöfflichen Würde erhaben; Worauf sie sich ungefehr um die Mit-te des zehenden Jahrhunderts eine Gewalt über die Bischöffe von Pas-sau herausnahmen: Unter dem Vorwande, sie wären die ächten Nach-folger der alten Lorchischen Bischöffe, und die alleinigen Erzbischöffevon Baiern. Dieser Streit wurde dem Pabste Agapet II. vorgetra-gen, besten Spruch dahin ging, daß becde Kirchen Metropolitankirchenseyn sollten; die zu Salzburg von Baiern, und die zu Pastau von Ost-pannonien, das ist von Oesterreich. Mit diesem Spruche waren dieErzbischöffe von Salzburg nicht sonderlich zufrieden, und wärmstenvon Zeit zu Zeit ihre Ansprüche wieder auf; Und ob wohl die Unabhän-gigkeit der Kirche von Pasta« neuerdings von der Kirchcnversammlungzu Costnitz anerkannt worden, so hat doch der Streit erst in unsern Ta-gen, nämlich im Jahr 1728- gänzlich beygeleget werden können, dader Pabst Benedict XIII. die Unmittclbarkeit der Bischöffe von Pas-sau bestätigte und ihnen von neuem die Rechte des pailii verliehe.Weil. Kaiser Carl der VI. trug vieles zu diesem Bescheide bey, zurErkenntlichkeit für die Bereitwilligkeit des Bischöffe von Pastau, demneuen Erzbißthum zu Wien ein geistliches Gebieth errichten zu helffen.Lasset uns im Vorbeygehen anmerken , daß der Erzbischoff Gebh ardvon Salzburg, von Pabste Gregorio VII. die Würde eines gebohr-ncn Legatenö des H. Stuhls in Tcutschland für sich und seine Nachfol-ger, erhalten hat; Dieselbe macht noch heutiges Tages, eines der herr-lichsten Vorrechte dieser Metropolitankirche aus:
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