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Auszug der Geschichte
Denkwürdige Begebenheiten
l'67.
Vergleich zu Heilbronn vom 17. Februar zwischen dem Chur-fürsten von der Pfalz, und denen ihm angranzendcn Fürsten wegen deswlidfangiars. Er wurde unter Vermittelung der Herren von Quar-tin und Mevius , Französischen und Schwedischen Bevollmächtigten,geschlossen. Der Churfürst von der Pfalz behielt sein Recht auf demFuße/ wie es seine Vorfahrer bis im Jahr i6iL. ausgeübet hatten.
Erlöschung des Hauses der Graven von Oldenburg und Dcl-menhorst. Die aus dem Oldenburg entsprossene Häuser von HollstemGottorp, Dänemark, und Hollstcin Ploen zankten sich um die Succes-sion. Die zwey erster» gründeten sich auf eine vom Kaiser Maximilianertheilte Anwartschafft, und auf einen mit dem letzter» Graven vonRensburg im Jahr 1649. geschlossenen Vergleich Der Herzog vonHollstein Ploen behauptete hingegen , daß eine ertheilte Anwartschafftder Rechten, welche ihm vermog der Blutfreundschafft vor wcitläufti-gern Freunden, als wie der König von Dänemark und der Herzog vonGottorp wäre, zukäme, nicht präjudiciren könnten, und producirte überdieses noch eine Awartschafft, welche er vom Kaiser Ferdinand III. imJahr 1642. auf eben diese Länder erhalten hatte. Der Reichshofrathentschied diesen Streit 1676. zum Vortheil des Herzogs von Ploen,welcher die zwey Geschafften dem König von Dänemark gegen einigeandere Länder abtrat. Was die Allodialgüther anbetrifft, so erhielt dasHaus Anhalt Zerbst die Herrschafft Jevcra; und dieHcrrschafftenVa-rel und Kniphausscn wurden Anton von Altenburg, Sohn des letztereGraven, welchen er aus der ungleichen Ehe mit einer Frcyin von Un-gnad erzeuget, zu Theil.
Die Fürsten vonFürstenbcrg und Ostfrießländ werden den 16.September zu Sitz und Stimme am Reichstage beygelassen.
Krieg