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Chronologischer Auszug der Geschichte und des Staatsrechtes von Teutschland / Aus dem Französischen des Königl. Französ. Herrn Gesandschaftsraths von Pfeffel, übersetzt, von Johan Philipp Schulin
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von Terrtfchland

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unrer Leopold.

von zooooo. Thalern. Der Bischofs von Münster gab Schweden darFürstcnthum Verben gegen 100000. Thaler wieder.

Der Churfürst von .Brandenburg konnte sich nicht entschlief,sen Pommern wieder herzugeben; Allein der Verlust von Eleve , Min,den und seinen andern Westfälischen Staaten , welche ihm die Fran,joscn in kurzer Zeit wegnahmen/ und die Furcht, es möchten dieSach,sen, Baiern, und vielleicht der Kaiser seil st über ihn herfallen, beweg-ten ihn mit Frankreich und Schweden Friede zu machen. Er ward zuSt. Germain den 2-Iunius geschlossen, und der Churfürst gab denSchweden das ganze disseitige Pommern bis an die Oder, und jenseitdieses Flusses die Vestungen Damm und 'Golnow wieder , und behieltevon allen seinen Eroberungen einige wenige Städte an dem linken Uferder Oder, den Colbergcr Zoll und zooooo. Thaler, welche ihm Frank,reich auszahlte.

Dänemark versöhnte sich zum letzten mit Schweden; DerVer,fall aller seiner Alliirten, und der Einfall der Franzosen in die Grav-fchafft Oldenburg zwangen es endlich den Frieden anzunehmen. DerTractat mit Frankreich ward den n.Sept. zu Fontaincbleau, und dermit Schweden den » 6 . des nämlichen Monaths zu Lunden in Schonenunterzeichnet. Man gab einander alle seit dem Anfange des Kriegs ge-machten Eroberungen wieder.

Der Rendsburger Vertrag zwischen Dänemark und dem Her-zoge von Hollstein ward aufgehoben, und der Herzog iu alle seine Lande,Gerechtsame und Suveränität wieder eingesetzt, welche ihm nach den al-ten Verträgen und den Rothschilder und Coppenhagcner Trattaten zuka-men; Solchergestalt, daß der König von Dänemark von diesem Kriegeweiter keinen Vortheil zog , als daß er der Stadt Hamburg unter dem

Kkkkk Verwände