von Teutschland.
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unter Leopold.
Frankreich nahm diese Gründe an, und es ward ausgemacht, diesenStreit durch gütliche Unterhandlungen beyzulegen»
In Ungarn gehet nicht viel wichtiges vor. Die ChristlicheArmee hatte sich kaum in etwas von dem in vorigem Jahre erlittenenSchaden erholt, und begnügte sich mit der Eroberung von Neuhau-sei, so sich den 19. August ergab, nachdem die Türken bey Gran ge-schlagen worden waren.
Der westfälische Adel macht seit langer Zelt den Erbman-nern oder Patricien der Stadt Münster den Adel und die Befug-mß Canonicate, oder andere adeliche Pfründen im Bißkhume Münsterzu besitzen, streitig. Dieß gab einen Proceß, der 1597. anfieng,und von dem Kammergerichte zu Gunsten der Erbmänner entschieden,nachdem er 88- Jahre gewähret hatte: Wir finden den fernern Ver- ^lauf dieser Sache beym Jahre 1705.
1686.
Der Churfürst von der Pfalz erkauffet die verlassenen Morbilien seines Vorfahrens für 100000. Livres. Der Herzog von Oö-leans erneuert seine Ansprüche auf die Akodialgüther. Der Churfürstwendet sich an den Reichstag, und vermehret durch seine Klagen dieBesorgniß, welche das Reich schon über die Absichten Frankreichshegete. Der Prinz von Oranien, Statthalter von Holland, ver-größert die Unruhe beständig durch seine künstlichen Berichte, und be-» weget endlich den Kaiser, den König von Spanien, den von Schwe-den, die Churfürsten von Sachsen und Baiern, und den Schwäbi-schen, Fränkischen, Obcrsächsischcn und Bairischen Krais, den ri.Iunius den bekannten Augsburger Bund zu Wesen. Der Haupl-
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