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er dises angehöret/ erschracke sehr über solche Wort / soder Bruder einfältiger Weiß redete/ straffte selben mit ei-nem nicht kleinen Unwillen/ sprechend/ Er seye ein sündi-ger Mensch/ schlechten und geringen Verdiensts / derowe-gen unwürdig/ daß die Göttliche Güte durch Ihn solteder armseeligen Frauen die Gesundheit geben; sie werde er-lediget werden / ihr Heyl und Wohlstand erlangen/ vondem wahren Acht JESU CHRISTO , aber mit feiner Ge-genwarth. Nachdeme Er diß geredt/ auch der Unglück-! stetigen alles Gutes gewunschen/ gienge Er hinweg. Von' dannen verfügte Er sich gleich/ heimblich in die Kirchen/mit zerknirschtem Hertzen / mit demüthigem Geist / mit> häuffigen Zäheren bettete Er für ihr Heyl. Die GütigkeitGOttes wolle nicht lang aufschieben das Begehren deßanklopffendenFreunds/ welchen sie gesehen/ daß Er we-gen Bewahrung seiner Demuth das Menschen Lob geflo-hen. Dann als die Gefährten das Crbarmnuß-würdigeWeib mit grossen Hertzen- Leyd widerumb zurück führe-ten/ist sie ungefähr auß ihren Handen dahin gefallen / undi schier eine Stund lang ohne Zeichen / ohne Red / gleichals Todt zur Erden gelegen; auf welches der hoffärtigeGeist durch die Demut deß Diener GOttcs / der dazu-mahl noch dem Gebett obläge/ außdemGefäß/ so Erin-nen gehabt/ verjagt/ die gesund und ftisch aufge-standen/ und mit den Ihrigen GOtt/ wie auch seinem ge-treuen Diener/ durch dessen Verdienst sie ihr vorige Ge-sundheit erhalten / gebührenden Danck erstattet. DisesWunderist von obgedachtem Bruder Wamichcro un$ er-zehlet worden/ der noch im Hauß G-Ottes bey Leben ist/ein Mönch einer heiligen Einfalt und Unschuld.
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