Grucilin«gen wirdverlassen.
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Jn öisem Ort nemblich Grüeningen wohnete der Die-ner GOttes ein geraume Zeit/ mitler Weil hat Er ange-fangen Sorg- und Angsthafftig zu werden / in demeCr er-kennen müßte/ und sehen/ daß feine anvertraute Schäfleinnicht allzugar in einem sicheren Orth / sonder gleichsamb inMitten deß Wolffs Rachen sich aufhielten. Dann derOrth/ ob gleich er durch seine Annehmlichkeit der an-schauenden Augen an sich lockte/ ob gleich Er reichlich loh-nete denen Ackers-Leuthen durch seine Fruchtbarkeit/stuhnd Er dannoch allenthalben offen denen Zugängen derWeegen / und wurde überhäuffet mit der Menge Weltli-cher Leuthen/ wordurch erfolgte der Mangel nothwendigerSachen der Klösterlichen Ruhe: Dises alles überlegte derkluge Mann sorgfältig/ bedenckend die grosseHindernussendeß Geistlichen Stands: Dann Er wußte/ daß seine auf-genommene Kinder nicht nur abgefönderet solten seyn vondenen Sitten und sinnlichen Leben der Welt-Menschen/sonderen auch durch das Orth von ihrem anschauen undAnsprach. Auß disen wichtigen Ursachen dann besichtigteEr die umbligende einsame Oerter und Einöden; endlichfunde Er ein Orth/ so nach Außsag der Alten genennt wur-de Cella oder die Zellen / welches von dem Lumult derWeltlichen weit entlegen mit Bergen und dicken Wälde-ren umbgeben/ mit Waffer-Büchlein befeuchtet/ an-nehmblich durch die Blum - reiche Wisen / ja durch außtauglich und erwünscht der Ruhe Klösterlichen EinsamenLebens. Dises Ort erkisete Er vor anderen mit höchsterBegird; macht sich demnach mit etlichen Adelichen Her-renauf nacherBasel / zudem aldasigen Bischoff Burchar-dum, deme eygentlich derOrtzugehörete / allwo Er selbi-ges/ nach erstatteter billicher Ersetzung/ in Beyseyn viler