Versam^letLIosierFrauen ziCölben.
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öiser Welt zu entrinnen verlangten/ kragten kein Beden-cken einen Rath seiner Heiligkeit zu begehren: Aber der ste-tige Mann/ obwohlen Er zu Ernährung seiner Bruder aneinem Zusatz zeitlicher Cinkünssten bedürfftig war/ hat Erdannoch Niemand wollen mit anreihenden Worten an sichziehen/ sonderen denen/ so zu Zhme kommen außUrsachthrer Bekehrung/ und mit vilen grossenReichthumben be-gäbet/ stellete Er vor deßOrths Armuth / die StrengeKlösterlicher Satzungen / und andere schwäre/ underjchid-liche Mühe / und Arbeit deß Ordens; rathete ihnen siesolten in andere Klöster sich begeben/ allwo nicht so gros-serAbgang und Mangel der Sachen zu erduldensey Wel-che hergegen nicht erdichter Weis / sonder warhasstig GOttsuchten / verssrachm wegen GOtt / und Hoffnung deßewigen Lebens alles hartes und rauhes gedulriglich zu ley-Den / und nahmen unter solchem Lehr - Meister das süsseJoch Khristi auf sich; haben nicht nur allein mit denen Sa-chen so sie verlassen die Armut deß Orts in vilem erleich-teret / sonderen auch sich stlbsten verlaugnet / durch einGeistliche Lebens - Bekehrung / und heilige Beywohnung /ihre?ro5el!iongezieret: Durch deß Ehrwürdigen MannsErmahnungen seynd sie unterwisen/ durch die Sitten auf-erbaut/ durch die Verdienst geholffen/ auß Srinderen ge-recht/ außFleischlichen/ Geistliche worden.
Demnach diser wahre Liebhaber der GOtts - Forcht* eyfferiger die Seelen trachtete zu gewinnen/ wäre Er auch^sorgfältig/ daß Weibliche Geschlecht auß dem Rachen deßalten Feinds zu reissen. Dahero versamblete Er in eitlemvon dem Kloster schier ein Meil Weegs entlegenen DorffSölden mit Namen / nicht nur allein die / welche ihreMänner verlassen/ sonderen auch/ so wegen Jungftäu-