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hete Cr sich in seinem Seuffzen / waschete sein Beth alleNacht/ und netzte sein Lager mit seinen Thränen. WannHatt'die Er aber zu jenem grossen Tisch deß Himmlischen LambS ge-Mr gangen/ aufdaß Er die aller heiligste Geheimnussen seinesLeydens celebrierte/ flösse Er gantz und gar von Zähren/Er dürstete gantz nach dem lebendigen GOtt: Ein solcheGnad der Zerknirschung undBereuung hatte Er/ daß Eröffters ohne Stimm / ohne Bewegung der Leffzen / alsstunde Er vor dem Göttlichen Gericht/ so häuffige Zährvergösse/ daß sein gantzes Angesicht benetzt wurde / allesalles an Ihm/ sowohl das innerliche als äusserliche lobteund benedeyteden HErren: Sein Speiß war bey Tag undNacht das Brod der Zähr/ welches/als einsmahls einerseiner Jünger wohl betrachtete/ verwunderte er sich nichtwenig über dessen beständige Trübsaal / fragte demnachwarumben Er sich doch durch ein so untröstliches Traurenalso abmattete? deme der Diener GDttes demüthig ge-Ursachsei- antwortet: Erstlich sagte Er/ verlange ich die Macul mei-»<r3upr. ncl , Sünden abzuwaschen : Zum Andern / beweine ich dieMühe und Armfteligkeit meines Elends: ZumDrittm/bedaure ich mit Weinen / daß / die wir für Mönchen ge-halten werden / vi! zwar seyen an der Zahl / aber wenig denVerdiensten und Tugenden nach. D jeeliger Mann! Dheilige Zähr! welche auß höchst vernünfftigen Ursachenvergossen worden / und durch Beförderung der Demuth zuGOttgelangt; O wohl glückseelig/ der mit den Eeeligenin diser Welt trauret/ und mit Trauren erwartet die Ver-heissung deß Göttlichen Trosts.
Geia Das Stillschweigen liebte Er über alles; von Mor-ü&un gen früh/ biß das Zeichen zur ?rlm gegeben worden/läge Er' dem Gebett und Betrachtungen ob/ und endlich redete Er
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