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waS nothwendig/ wss nützlich / auferbäulich/ und Lehr-reich war/ er beflisse sich zu allen Zeiten / in allen Gelegen-heiten eintweders nützlich zu schweigenoder fruchtbar-lich zu reden/ und also bettete Er mit dem ?ialm,'ften: Setze pfaim i 40 .
! £> HCrr ein Hut an meinen Mund / und ein Thür an mei-"ne Lippen rings herumb. Er schribe auch seinen Brüderengewisse Regien vor / bestimbte die Zeit deß nothwendigenRedens / wie auch deß Stillschweigens/ sonderlich in heüi liger Fasten- Zeit. Kurtz zu sagen / das Gebett war ftin srdnunx! erstes Geschäfft/ auf Betten folgte dasLeftn/ aufdassZ^ck«».
| Lesen ein heylsame Lehr und Ermahnung/ auf dise kämedas Schreiben / dictieren und Vorlesen: Die Hauß- Ge-. schäfften zu Nutzen deß Klosters und seiner Brüder ver-! richtete Er mit grosser Bescheidenheit/ under welchen Erdannoch össters seüfftzete/ gleichsamb sich beklagend/ daßEr wegen solchen zeitlichen Geschäfften tragenden AmbtShalber verhinderet werde von heiligeren Wercken/ wünsch,te lieber mit bey den Füssen deß HErren unabläß,
lich zu tigen/ als mit Martha an ausserlichen Sorgen be-z schafftiget zu seyn; Dannoch erzeigte Er sich als ein Vor-bild und Muster beyderley Lebens / deß beschaulichen undthätigen; dann Er der süssen Geistlichen Ruhe also ergeben/daß Er darneben die Verwaltung deß thätigen Lebens nichtverabsaumbt. Die Merck der Barmherzigkeit übte Ermit sonderem Fleiß und Embsigkeit/ die ankommende GästDarmbrr-nahme Er auf gleich als wären sie Christus/ bediente und Witgr-bewürthete selbe mit aller möglicher Freundlichkeit/ nicht Gästennur allein erzeigte Er ihnen leibliche Gutthaten / sonder und Ar.fpeisete auch ihre Seelen mit heylsamen Lehren : Denen mrt 'Armen/ als dessen Glider/ Verwegen uns bedürfftig wor-den/ da Er reich war / hat Er als warhafftig ihrem Haupt
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