•443 ( 5'4 ) 8 £ 4 -
und Manier gefunden zuhaben/ seinen Wuth an dem MannGOtteS und seinen Brüdern außzuüben; vil Menschenhat er angereiht zu ihrer Verfolgung : Dann durch seinEingeben/ wie man vermeynt / auß verwunderlicher Zu-lassung GOttes/ gienge durch das gantze Land das Ge-sägherumb: Diser oben gemeldte Mensch/ habe sich ihrenAugen entzogen/ und zu denen Mönchen selbiges OrtsBüß zu thun begeben / allwo man ihme ein Rohr in dasMaul geflossen / und also mit dem Rohr im Mund in einHöhle unter die Erden begraben / den dritten Tag aber/als ungefähr das Rohr von dannen kommen/ seye er todtergefunden worden. Diser Ruffbraitete sich in alle Ort auß/dahero nichts als wüthen und toben bey demVolck/ dieDiener GOttes wurden zum Schau- Epihl und Spottaller. Dazumahl Ware warhafftig die Zeit der Traurig-keit / da dem Mann GOttes und seinen Brüderen diß Un-glück begegnete: Mann schöpffte einen Argwohn über den an-dern ; sie müßten anhören ein Lästerung nach der andern /ein Schmach - Wort und Fluch / über den andern. Zu al-lem Unglück / eben zur selben Zeit stigen die häuffige Regen-Wolcken umb das Kloster herumb in die Höche/ theiltensich nach und nach in dem Land auß / wordurch häuffigeRegen - Güß erfolgten/ daß man noch weder Hayen/ nochErudnen fönte/ wordurch die Kinder derFinsternuß nochmehrer erbitteret wurden wider die Kinder deß Liechts/mit noch schärfferen Lästerungen und Fluchen sagten sie /sehet was für grosse Übel / was für Trangsaalen/ Jammerund Noth wir leyden von disen schädlichen Mönchen; dieDücke der Wolcken/ die Häfftigkeit deß beständigen Re-gens/ wo kommen sie her? wo steigen sie auf? als auß ei-nem verfluchten / abscheulichen Orth/ allwo der vergra-bene