56 Dom Gregor Tariffe.
Dom Jean Gregoire Tariffe, GeneratSuperior der Congregation.
I. Kurzer Entwurf seines Lebens.
/D^ine umständliche Beschreibung der Verrichtungenund Tugenden dieses großen Mannes würde ei.nen Band von einer ziemlichen Größe anfüllen.Wir wollen uns daher nur auf die vornehmsten Urn.stände seines Lebens einschränken.
perer Tariffe, dessen Vater, und Marga-rethe pellier, dessen Mutter, beyde aus der StadtCessenon in Nieder. Languedok gebürtig, waren vongeringem Vermögen , obgleich gut vcrheyrathet; siewaren aber reich an Redlichkeit und an christlichen Tu>genden. In dem Lande suchte man bey verwickeltenProcessen keinen andern Schiedsrichter als Peter Ta»risse. Da die Unruhen der Ligue Mann und Fraugenöthiget hatten, Cessenon zu verlassen, so flüchtetenste eine Meile davon an einen Ort Namens Pierre-rue, wo ihr Verwandter, der Hauptmann Bacon,Schloßhauptmann war. Hier wurde unser JeanTarisse im Jahr 1575. zur Welt gebracht. Siewendeten große Sorgfalt an ihm eine gute Erziehungzu geben , und die Natur« und Guadengaben in ihmanzubauen.
Im siebenten Jahr gab ihm sein Vater einenLehrmeister, um Lesen und Schreiben nebst den erstenAnfangsgründen der Sprechkunst zu lernen. Weilaber die Kriegsunruhen die Schule zu Cessenon öftersunterbrachen, so faßte er den Entschluß, ihn nach Al.bi zu führen, um sein Studiren fortzusetzen. Derjunge Tarisse war daselbst das Beyspiel und das Mu.ster aller Schüler in Ansehung seiner Bescheidenheit,Gottseligkeit und Liebe zur Einsamkeit, welche ihn von
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