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Erster Band
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Dom Gregor Tariffe. 6z

IN der Sorbonne sehr fleißig. Indem er sich daselbsthervor that, so wurde seine Tugend auch im Collegiobekannt. Die Liebe, welche er gegen den Weyhblschoffvon Rieux ausübte, trug nicht wenig bey, ihm dieHochachtung aller zu erwerben. Da dieser Geistliche,der in eben demselben Collegio wohnte, in eine lang.wierige und gefährliche Krankheit gefallen war, sorichtete der gutthätige Bursch (Lourftsr) seine Stun-den und seine Zeit sowohl ein, daß er, seines Fleißes inder Sorbonne ohnerachkek, noch Zeit genug fand, demKranken vier Monate lang alle nöthige Dienste zu lei-sten. Der Bischofs von Rieux, welcher von Zeit zuZeit seinen Weyhbischoff zu besuchen kam, bewunderteden Eifer und die Liebe des Herrn Tariffe. Da erwußte, daß er eine Klagsachs hakte, so nahm ers übersich, die Richter selbst zu bitten, welche endlich ein wi-driges Urtheil gegen seine Widersacher sprachen , n or-inn er zum rechtmäßigen Pfarrprior zu Cessenon er-kläret, und seine Widersacher zu den Unkosten verur-teilt wurden.

Damals kam der neue Pfarrprior nach Cessenonzurück, um Besitz von der Pfründe zu nehmen. Erglaubte, er habe nun kein Hinderniß mehr zu über-winden; er fand aber doch bey seiner Ankunft einenneuen Gegner, der sich des ledigen KirchenlshnS an-gemäßer hatte. Zum Glück trat dieser letztere ab,vermittelst einer Pfarrey, die Darcis, CarisscirsFreund, ihm abtrat. Der Stifter dieses letzten Han-dels nahm seine Zuflucht zu der Großmukh des HerrnTariffe, da er kein ander Mittel sah, aus der Be-schwerlichkeit heraus zu kommen, worein er sich durchdie Verurteilung zur Zahlung der Unkosten gestürztsah. Er warf sich zu seinen Füssen, bat ihn, das Ver-gangene zu vergessen und die ungeheuren Kosten undauch diejenigen zu bedenken, zu denen er durch den

Spruch