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Erster Band
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Dom Gregor Tariffe.

Nach Verlauf einiger Jahre bekam seine Kircheein ganz andres Ansehen, so wie die Personen, welchedarzu gehörten. Die Vorsehung verschafte ihr zweengeschickte Bildhauer, welche sich dem Dienst seinerKirche widmeten, und anstatt alles Lohns sich begnüg«ten, bey ihm die Kost zu haben. Er entdeckte einenMarmorbruch eine Meile von Cessenon in der PfarreyRoquebrune, woraus er Steine von vorzüglicherSchönheit nahm, die er zur Verzierung des HausesGOtkeS anwendete. Nachdem er solches wieder her-gestellet, war seine erste Sorgfalt auf die Erbauungdes großen Altars gerichtet, dabey er nichts sparte;er wurde daher auch für den schönsten in Languedokgehalten. Er bekleidete denselben mit zweenen prach.tigen Armleuchtern in der Sakristey, und mit sechsgroßen kupfernen Leuchtern. Die Stühle im Chor,die Beichtstühle, die Kanzel wurden aufs neue von sehrfeiner Arbeit verfertiget. Der Weyhkessel nebst demTaufstein waren von Marmor; mit einem Work alles,die Zier rathen, die Kelche, die Chorhemden und an-deres zum Gottesdienst gehörige Gerüche war eineFrucht seiner Sorgfalt und Gottseligkeit.. Er ver-mehrte seine Geistlichkeit mit einem überzähligen Prie.ster, mit einem Kirchner und sechs Chorknaben, wel.che er im Singen und in den gottesdiensilichen Ge«brauchen unterrichten ließ. Die schöne Ordnung, dieer bey der Auscheilung der heiligen Sakramente beob-achten ließ, und die große Anzahl der Bedienten, dieman bey großen Feyerlichkeiten dabey erblickte, nebstder dabey zu bemerkenden Bescheidenheit, gab denFremden Veranlassung zu sagen, zu Cessenon ver-richte man den Gottesdienst mit eben so viel Pracht alsin einer Domkirche.

Um den Eifer und die Andacht seiner Pfarrkin.der zu erwecken, richtet« er verschieden« Brüderschaf-

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