Dom Quatremaire. m
von dem Verfasser des unschätzbaren Buchs von derNachahmung I Christi. Er war einer der un-erschrockensten Vertheidiger des (Kerfen , und zog dieberühmtesten Gelehrten als den P. Sirmond undD-deLaunoy auf feine Seite. Da sich dieser Doktor fürGersen erklärt hatte wider den von Kempis in einerDissertation, so ließ sie (Quarrernaire drucken. DieStreitigkeit, oder vielmehr der sonderbare Rechtsstreit,welchen er mit dem Herrn Nlaude hakte, ist in derIlistoire äc la coutLlstitiou stur 1 ' Imitation äo s. L.die vor des P. Mabüion nach seinem Tode heraus«gekommnen Werken stehen, erzählet worden.
Dom ssurarremaire hatte ein Gebetbuch vonGt.Mauri verfertiget, welches aus seinem Leben ge«nommen ist, das von Faust nebst einer eignen Messegeschrieben worden. Es wurde alles dem Generalka«pitel von 16^4. überreichet. Was das Gebetbuch be-trift, so weiß man nicht, ob es dasjenige ist, welchesmän in der Congregakion singet. Die Messe fand ei«nige Schwierigkeiten zu Rom bey dem iVI-l§istcr str-eu k-statii, welcher sie nicht billigen wollte. Im Jahr1669. gieng der P. (Quarremaire nach Antwerpen,wo er von den Patern Henschenius und Papebroksehr wohl aufgenommen wurde. Sie zeigten ihm dieHandschrift des Thomas a Reinpis. Er unter-suchte sie sorgfältig, und nachdem er seine Anmerkun-gen gemacht, so meldete er dem ehrwürdigen P. Au-debert, dem General, diese Handschrift sey allemhinlänglich zu beweisen, daß Thomas a Rempisbloß der Abschreiber der Bücher von der Nachahmung,nicht aber der Verfasser gewesen sey. Die Jesuitenschickten nachher diese Handschrift nach Paris, mit derErlaubniß, es so lange zu behalten, als es nöthigwäre.