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Erster Band
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Dom le Gallois. 245

Freyheit und der Eifer, womit er die Wahrheit ver-kündigte , und die Meynungen gewisser Theologen be«stritte, ihm Feinde und Neider. Die theologische Fa-kultät verwarf einige von den Saßen, die er in feinenPredigten wider die Anhänger der reformirten Religionvorgebracht hatte. Wir werden bald sehen, daß dieseFakultät, die nur aus fünf Doktoren bestand, Ursa.che gehabt, sich ihren Tadel reuen zu lassen.

Dom le Gallois begab sich nach Bretagne.Der ehrwürdige P. Dom Mauc Andren, von demwir künftig reden werden, warf die Augen auf ihn wc«gen Ausarbeitung der neuen Geschichte dieser Provinz.Dom le Gallois beschäftigte sich Anfangs mit Aufsu>hung der nöthigen Denkmäler und Schriften, undsuchte die ihm anderwärts her zugeschickten Auszügemit Beweisen zu belegen, und in Ordnung zu drin»gen; da inzwischen zween oder drey feiner Mitbrüderdie Archive durchsuchten, und daraus abschrieben, waszur allgemeinen Geschichte von Bretagne dienlich seynkonnte. Die Archivs zu Dol und der Abkey Mont St.Michel waren noch durchzusuchen. Dom le Gallois,der sich unter allen, die sich mit diesen beschwerlichenUntersuchungen beschäftigten, der vornehmste war,gimg dahin, machte eine weitläufige Sammlung, undwurde zu Mont St. Michel vom Schlag gerührt.Er starb gegen Abend den 5. des Wintermonats-695. im 55. Jahr seines Alters. „ Er war (p)„ ein Mann von großem, lebhaften und durchdrungen«„ dem Verstand, von einem erstaunenden Gedächtniß,„ von einer ««gemeinen Belesenheik, welcher es über„ sich genommen hatte, die Geschichte auszuarbeiten,„ und davon bereits den Anfang gemacht hatte, in„ einer weitschweifigen Schreibart, die er sich beym„ Predigen und Disputiren angewöhnt hatte.

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