478 Dom Ludwig Bernhard la Taste.
den Verfasser des ^amraliimL gründlich. In demfünfzehnten macht er häufigen Gebrauch von dem un»vollkommen Werke über den H. ^Narrhaus, dessenVerfasser »ehr verdächtig ist, und viele Stellen , diedem Arianischen Irrthum günstig sind, enthält.
Kaum war das Buch des Herrn Monrger-nzum Vorschein gekommen, als der Kardinal Ministerden Abdruck selbst, den der Verfasser dem König über»reicht hakte, dem Pater la Tafte zuschickte, um dar«auf zu antworten , und dieß ist der Inhalt des neun«zehnten theologischen Briefs. Aber an start sich in dieUntersuchung der Wunderwerke, die durch die Obrig.kert bewiesen worden, einzulassen, bemühte sich Domla Taste darzuthun , daß sie alle dem Teufel zu-gehörten.
Dieser Brief wurde beym Parlemenk angezeigt,und von dem öffentlichen Staatsrath beschrieben alsetwas, das persönliche Anzüglichkeiten enthalte, alsob er dahin abziele, alles Unglück über den Staat zubringen u- s. w. Inzwischen wurde er nur bloß durchein Verbot unterdrückt wegen des Schutzes , den derKardinal Fleury dem Werke, und dem Verfasserangedeyhen ließ. Dieser beschloß im Jahr 1740. sei-ne Briefe mit dem ein und zwanzigsten, der in dreyTheile abgetheilt worden, die nach und nach heraus-kamen. Es ist solcher eigentlich bloß eine Wiederhoh-lung, und ein kurzer Abriß der vorhergehenden. Allehaben das Gepräge der Parteylichkeit, und der Er-bitterung.
Die Vernichtung des neunzehnten hindertenicht, daß Dom la Tafte nicht im Jahr 1738.zum Biöthum von Bethlehem ernennet, und mit derAbtey von Moiremonk versorget worden wäre. DieseBeförderung kam ihm sehr gelegen, um ihn der Der«folgung seiner Mitbrüder zu entziehen, die über den