Dom Renatus Prosper Tassin. 52z
die allgemeinen und besondern Buchstaben der päbst-lichen Briefe und Bullen, die in jedem Jahrhundertausgefertiget worden. Es ist dieß eine kritische Ge-schichte von der Schreibart, von den Formeln und Ge-brauchen , die in den Refcriptcn der Päbste beobachtetworden. Der fünfte folgende Theil enthält die Ge-schichte oder die Erklärung der Formeln und der Ge-brauche , die in den Briefen und Urkunden beobachtetworden, welche in jedem Jahrhundert durch die Bi-schösse, Aebte, weltliche und reguläre geistliche Ge-meinheiten ausgestellet worden. Man handelt zu ver-schiedenen malen von dem Alterthum, von der Gewiß-heit und von der Rechtmäßigkeit der Exemti'onsprivi-legien, die den Klöstern verwilligek worden , und be.weiset, man dürfe sie nicht als etwas Gehässiges anse-hen ohne die beyderley Gewalt zu beschimpfen. Indem sechsten Theil giebt man einen richtigen Begriffvon der Schreibart, von den diplomatischen Formelnund Gebräuchen, die von Jahrhundert zu Jahrhun-dert durch die Kaiser , Könige, Fürsten, Herren,obrigkeitliche Personen, und die andern Layen beobach-tet worden. Nachdem man in der Vorrede die Lehrarterkläret hat, die man in dem 4. 5. und 6. Theil desneuen Lehrgebäudes der Diplomatik besuchter hat, un-tersuchet man eine Begebenheit, die die Kirche undden Staat angehet. Man beweiset gegen den HerrnBlondel, daß der König Ludwig b. mit Philippr. regieret habe, und gegen den Herrn Rymer, daßder Sohn, dem wider seinen Vater ausgesprochnenBann zu Folge, den königlichen Titel nicht geführthabe.
Der sechste und letzte Band ist im Jahr1765. erschienen. Er fasset die Fortsetzung des sich.sten Theils in sich , worinn man die Erklärung derFormeln und Gebräuche zu Ende bringt, die in denCharten und Urkunden der Layen beobachtet worden
Ji 4 von