Band 
Zweyter Band
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55o Dom Prudentius Maran.

che die Stellen des alten Testaments , die von JesuLhvtsto, und den Aposteln angeführt worden, ver-drehet, »und die Stellen des neuen von den Geheimnis«sen der D reyeinigkeit, und der Menschwerdung nachden Grundsätzen , und der iehrarc der Socinianer er-klärt haben. Dieses Buch wurde alsbald italiänischübersetzt, und der Uebersetzer lobet in einer schönenVorrede so wohl das Werk, als den Verfasser. DieseUeberseßung wurde zu Rom gedruckt 1757. mit dengewöhnlichen Erlaubnißbriesen , und mit vier Geneh«migungen von dem größten Gewicht versehen.

Die Einsicht des Dom Prudenrius Maranhat nicht wenig beygetragen zur Vertreibung der Fin-sterniß, die die Scholastiker über die Unzertrennlichkeitder Ehe verbreitet haben, und zu Aussetzung des be-rühmten Entscheidungsurtheiis hierüber im Jahr 1758.Borerch Eevt, ein Jude der Geburt und Religionnach, welcher zu Hagenau ein jüdisches Mädgcn ge-heirathet hakte, n.-hm die christliche Religion an, undwurde den ro. August 1752. getauft durch den Pfarrervon Montmagny. Nachdem er sein Eheweib vergeblichersucht sich wieder zu ihm zu verfügen, so ließ er siezwenmal ausfodern unter der Bedingung, daß sie diechristliche Religion annehmen möchte. Sie scblugbeydes ab, und soderte ihn auf ihr einen Scheidebricfzu geben. Er ließ sie noch einmal auflodern mit derErklärung, daß er die Abschwörung des JüdenchumSnicht mehr verlange, und aus ihre Verweigerung er-hielt er den Spruch in Ermanglung der Einsindungvom geistlichen Gericht zu Strasburq, der ihn freysprach, daß er sich in eine andere Ehe einlassen könnemit einer Person von gleicher Religion im Angesichtder heiligen Kirche.

Der Pfarrer von Villeneuve im Kirchmsorengel

von Soissons, vor dem er sich einfand, um ein Mäd-

gen