Band 
Zweyter Band
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Dom Johann Guerrier. 6n

Die Vater des Kapitels hakten vor ihrer Tren«nung einen schönen Brief an eben den Kardinal ge«schrieben, um ihn um seinen Schutz für die Congre«gation beym Könige zu ersuchen, und man bat ihn zu«gleich Se. Majestät zu versichern, man habe sich ganz.lich nach denen Befehlen gerichtet, die man deßwegenerhalten hatte. Dom Guerrier hielt für nöthig eineSchutzschrift aufzusetzen, darinnen nichts Übergängenwar, was die vorgenommenen Verrichtungen und Ein-richtungen des Kapitels zu rechtfertigen dieneke. Erbeantwortete alle Vorwürfe, die man denen gemacht,daraus es bestund. Er schrieb an den Herrn Kardinalde Fleury, um ihn um die Erlaubniß, diese Nachrichtübergeben zu dürfen, zu bitten, Da er solche erhalten,so schickte er sie den gi. des Christmonats 1729. nebsteinem zweyten Schreiben ab. Man sagt, der Kar«dinol habe damit zufrieden zu seyn geschienen DomGuerrier ließ Abschriften davon machen , welche inetliche Klöster geschickt wurden. Er redet darinn vonhen innerlichen Feinden , den Urhebern der Unruhen,und von Dom Thibaur selber nicht anders als mitvieler Mäßigung.

Obgleich der P. Guerrier feint ohngefähr achtJahren schwächlich geworden, so verhinderten ihn seineKrankheiten, so hart sie auch waren, doch nicht demGottesdienst bey Tag und Nacht beyzuwohnen, dasWork GOttes zu predigen , und die andern Amtsver«richtungen eines Psarrherrn zu versehen. Nichts warfähig seine Gutthätigkeit, und seinen Eifer für dieWohlfahrt seiner Heerde zu ermüden. Im Jahr 17z 1,welches das Jahr seines Todes war, legte er denHerren der Brüderschaft vom heiligen Sakrament,die in der Kirche der Abtey errichtet war, die Ein-sperrung auf, die er jährlich drey Tage lang aufzule«gen pflegte, und that täglich zwo Vermahnungen miteinem apostolischen Eifer.

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