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Denkwürdige Begebenheiren unter Larln dem Grosen.
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Carl der Grase nimmt seinen Sohn, Ludetvkg, zum Reichögehäl-fen an.
„Carl der Grase, saget Eginhard, trug im Winter ein bloses„ Wams von einer Fischotterhaut über einen innern und mit Seide gestick-ten Uncerrock. Auf seinen LmMern hatte er einen Kragen von blauer„Farbe, und zu Beinkleidern bediente er sich, Bänder von verschiedenen„ Farben, welche kreuzweise über einauder geschlungen waren." Man sahihn mit gröster Geschwindigkeit über die Pyrenäen nach Teutschland, undaus Teutschland nach Italien marschiren. Die ganze Welt war mir seinemNamen angefüllet. Er war der größte und stärkste Alaun seiner Zeit.Alles dieses siehet den Romanhelden ziemlich gleich^ hierum aber ist er ih-nen unähnlich, daß er glaubte, die Stacke diene nur zum siegen, und zürRegierung müsse man Gesetze haben. Er verfertigte dergleichen nach da-maliger Art, d. i. in den vermischten Reichsversammlungen, welche ausvielen Bischöfen, und den vornehmsten Herrn des Volkes bestunden.
Ausserdem liebte Carl der Gross die Künste und Wissenschaften, dieer trieb und schützte; denn die wahre Hoheit kann ohne diese nicht be-stehen.
Erste PoliceigeftHe, welche den Werth der Zeuche bestimmen, undden Rang und Stand der Privatpersonen in Absicht auf ihre Kleidung be-zeichnen.
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