zweyte Kö nigliche Linie. 77
) Denkwürdige Begebenheiten.
877«
Gelangung zurKrone.
877- 878- 879.
Irrungen wegen des Reiches zwischen Ludovico Bal-bo und Carlomann, Ludovici Germanici ältestein Sohn
LudovieusH.benamset Bnb
bus,der ersten Ge- ..
mahlin Carl des> Vetter; Ludovicus Baibus wird auf einer
Kahlen, Ermen- Johann VM. zu Troyes gehaltenen Kirchenverfarnm-
1 rud, S> o h n, neue zum König in Frankreich gesalbet. Er-
kommt ohngesahr EldrerPabft hatte sich/ nachdem er Ludovici Balbi Rech-nn ZZ. Jahre sei- ^ Kaisertum vergebens vertheidiget/ rrach Frank-„es Alters zur Kro- Richilde, seines Vatters/ Carls des
ne 877« wur- .^^sse Gemahlin/ hielt es gleich nur deichen,'-
de zu Eomplegneb ^ verdroß, daß sie nichts von den Geschenken
von Hin cmarn^^Enen, welche dieser Herr bey seiner Gelangung aufden Thron »«bedachtsamer Weise gemaches hatte. Bsso,der Richild Bruder, war der furchtbarste; Ludovicus Bal-dus, wurde, die Mißvergnügten wieder zu gewinnen,genöchiget/ einen großen Theil seiner Gücher wegzuge-ben. Hieraus entstunden so viele Herrschaften, Herzog-chümer und Gravschasten, welche von Privatpersonen be-sessen wurden. Als Ludewig starb, hinterlies er seinezweyte Gemahlin schwanger, welche Carl» den Einfälti-gen gebühr.
' Der Herzog v. Sposeto Und der Marggrav v. Tos-cana trugen viel dazu bey, Ludovici Germanici Sohn,Carlomann, das Kaiserchum zu verschaffen. Wenn manPicht sagen kann, daß dieser Herr Kaiser gewesen,« denn„die Geschichte redet sehr dunkel hievon'' (Daniel) so istdoch gewiß, daß sein Bruder, Carolus Crassus, undnach demselben Arnulf, Carlornanns natürlicher Sohn,Kaiser gewesen.
Da das Ende dieser Linie lauter Verwirrung undUnordnung ist, st haben wir die Gestalt unsers Auszuges^geändert, und diejenige, die wir ihm in der ersten Liniegegeben, wieder angenommen.
K z Gcmgh»
Erzbischofen zu!Rheims, gesalbetimd gekröuet.
Eriffvon PabstJohann Vlll zumKaiser gekröuetworden.