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987.
Gelangang zurKrone.
Hugo Lape-tus gelangt ohn-gefehr im 45. Iah-re zur Krone/ undwird den z. Iul.987. durch denErzbischof Adabbeeon zu Rheimsgesalbet und gekrö-net. Er ist dasHaupt von der drit-ten Linie unsererKönige.
Aus seinem Pal-las! machte er eineKirche ( jetzt dieBartholomauskir-chc.) Es ist ein Ori-ginaisiegel von die-sem Herrn vorhan-den, welches das er-ste, worauf die vonuns so genanntekvlsin ele ^ustice zusehen, welche er mitder rechten Hand, inder linken aber eineKugel halt. Auf demHaupt hat er eineKrone mit Edelstei-nen. Er zeigt sich aufdiesem Siegel in kur-zen Haaren, lind ei-nem ziemlich langenSpitzbart. Ringsherum ließt man die-se Aufschrift, üuHvDel iniscricoräiakraucorum Uex.
Lte Königliche Linie.
Denkwürdige Begebenheiten.
! 987.
^ Carl , Herzog von Riederlothn'ngen / Ludovici Ubtramarini Sohn, und Ludewigs V. letzten Königes derzweyten Linie theiln , hatte durch seine Geburt alleineeinen Anspruch zur Krone; er wurde aber vielerlei) Um-stände wegen,- davon ausgeschlossen. Da inzwischen dieNachkommen Carls des Grosen, in eine Art Verachtunggefallen waren , schwungen sich Roberts le Fort seinedurch ihre Dienste auf den höchsten Gipfel der Macht.Carln von Lothringen legte man es als ein Verbrechenaus / daß er die Schwachheit gehabt, Kaiser Otto zuhuldigen. Man gierig so weit, daß man seine Geburth inZweifel zog, welcher Verdacht auf denjenigen, worinn ehe-dem sein Grosvatter, Carl der Einfältige, gestanden, ge-gründet ward. Mit einem Wort, das Volk vereinigtesich zum Vortheile Hugonis Capeti, Herzogs der Fran-zosen, und Urenkels Roberti. '
988. 89. 9O. 9i.
Hugo Capetus laßt seinen Sohn Robert, zu Ork-ans krönen, um ihn wegen der Krone sicher zu stellen.
Carl-vertheidiget sein Recht auf die Krone, belagertdie Stadt Laon, erobert sie und schlaget Hugonem, der sol-I che wider einnehmen wolte. Kurz hernach bekommt Hu-^go Capetus Laon durch ein heimliches Verständniß mit demBischof in der Nacht des grünen Donnerstags den 2.April 991. wieder, und macht Carln, nebst seiner Ge-mahlin, wie anch Arnulfum, Erzbischoffen zu Rheims,zu Gefangenen, welcher letztere Hugonem, ob er ihm schonsein Erzbistum zu danken hatte, hintergangen.
Dieser Arnulf, des Königes Lothar« natürl. Sohn
wird